Der Grüne Hahn

Der „Grüne Hahn“ ist das Konzept der Evangelischen Kirche für die Einführung und Zertifizierung eines Umweltmanagementsystems basierend auf dem europäischen Öko-Audit EMAS, das an die Bedürfnisse von Kirchengemeinden angepasst wurde.

Der „Grüne Hahn“ ist Bestandteil des Klimaschutzkonzeptes der EKHN und unterstützt eine Kirchengemeinde, die ihr Gemeindeleben Schritt für Schritt umweltfreundlicher und nachhaltiger gestalten möchte. Deutschlandweit gibt es das Konzept schon länger und es wurden bereits über 700 Gemeinden mit dem „Grünen Hahn“ ausgezeichnet. Sie haben z.B. durchschnittlich über 40% Strom und 30% Heizenergie sowie fast 20% Wasser und rund 10% Müll eingespart. Wird der Verbrauch von Energie und Wasser reduziert, sinken in der Regel auch die Kosten, so dass mehr Geld für andere Aktivitäten der Kirchengemeinde übrig bleibt.

Um den Grünen Hahn einzuführen, wird in der Gemeinde ein Umweltteam gegründet, das von einem kirchlichen Umweltauditor begleitet wird.

Der Grüne Hahn und die Andreasgemeinde in Darmstadt-Bessungen

Bereits 2015 haben wir mit der Ernennung eines Umweltbeauftragten den Prozess gestartet als erste Gemeinde im Rahmen des neuen Klimaschutzkonzeptes der Landeskirche EKHN den „Grünen Hahn“ als Umweltmanagementsystem einzuführen. Nachdem der Kirchenvorstand in 2016 den offiziellen Beschluss zur Einführung gefasst hatte, bildete sich ein Umweltteam, das nun auf 6 Mitglieder angewachsen ist und mit der Bestandsaufnahme von z.B. Gebäuden, Technik und bei uns verwendeten Materialien, sowie der Ausarbeitung von Umweltleitlinien für die Gemeinde begonnen hat. Der Oberbürgermeister von Darmstadt hat die Schirmherrschaft für unser Projekt übernommen und wir freuen uns außerdem, dass die Petrusgemeinde und die Martin-Luther-Gemeinde kurz darauf auch mit uns diesen Weg begehen und so Darmstadt als Vorbild für andere Dekanate in Hessen dienen kann.

Wir haben schon einiges auf den Weg gebracht und wollen so weit möglich weiter Energie, Wasser und Müll einsparen. Wird der Verbrauch reduziert, sinken in der Regel auch die Kosten, so dass mehr Geld für andere Aktivitäten der Kirchengemeinde übrig bleibt. Um dies zu erreichen, wird ein so genanntes Umweltmanagement eingeführt werden. Es leitet dazu an, die Umweltauswirkungen, z.B. bei Energie und Wasser, bei den Außenanlagen oder beim Einkauf zu erfassen und zu bewerten. Anschließend werden gemeinsam Ziele festgelegt, in welchen Bereichen und mit welchen Maßnahmen Verbesserungen erreicht werden sollen. Unsere schon vorhandenen Aktivitäten lassen sich dabei in das Gesamtkonzept integrieren. Danach wird ein Umweltprogramm entwickelt, das unsere schon vorhandenen Aktivitäten integriert und in verschiedenen Bereichen (z. B. Energie, Wasser, Reinigung, Müll, Außenanlagen, Kinderhaus, etc.) Maßnahmen für Verbesserungen enthält. Die Kosten für die Zertifizierung werden vom EKHN-Ökofonds „Grüner Hahn“ übernommen. Nach der Zertifizierung können Gemeinden zusätzliche Mittel aus dem Ökofonds beantragen, um Umsetzungsmaßnahmen zu finanzieren. Die jüngsten Nachrichten über die globalen Temperaturrekorde (2014, 2015 und 2016 waren nacheinander jeweils das wärmste Jahr seit Beginn der Aufzeichnungen im Jahr 1880), Eisschmelze, Dürren, aber auch die positiven Vorbilder durch die 2 bereits aus früherer Zeit mit dem Zertifikat „Grüner Hahn“ ausgezeichneten Kirchengemeinden sind uns dabei Motivation.

Am Sonntag den 25.6. wurde beim Sommerfest der Gemeinde von den beiden Stadträtinnen Behr und Fröhlich als Vertreterinnen des Oberbürgermeisters als Schirmherr symbolisch ein erstes Insektenhotel auf unserem Gelände zusammen mit Kindern des Kinderhauses Bessungen eingeweiht. Gemeindemitglieder haben eine Tür aus einem der Gebäude der Lincoln-Siedlung mit Vorschlägen, Visionen und Wünschen für die Zukunft gestaltet um symbolisch den Aufbruch auf den Weg der Nachhaltigkeit zu visualisieren. Jetzt geht es auch darum ein Umweltprogramm zu entwickeln, das unsere schon vorhandenen Aktivitäten integriert und in verschiedenen Bereichen (z. B. Energie, Wasser, Reinigung, Müll, Außenanlagen, Kinderhaus, etc.) Maßnahmen für Verbesserungen zu planen. Dazu brauchen wir ihre Ideen.

Machen Sie mit, melden Sie sich im Gemeindebüro (oder unter ) und unterstützen oder beraten Sie unser Umweltteam.
Weitere Mitglieder sind herzlich willkommen.

Wir wollen eine zukunftsfähige Gemeinde für uns und unsere Kinder sein und freuen uns auf das gemeinsame Arbeiten und ihre Anregungen.

Holger Hartmann
Kirchenvorstand und Beauftragter für Schöpfung und Umwelt der Andreasgemeinde