Grußwort von Karin Böhmer

Liebe Leserinnen und Leser,

„Was ist da? Wohin zeigst Du?“. So möchte ich spontan den Engel fragen, der vorne auf
dem Deckblatt zu sehen ist.

Mit beiden Beinen steht er auf der Erde. Sein linker Arm und seine Handfläche sind nach oben hin ausgestreckt, so, als ob er auf etwas hinweisen möchte. Auch sein Blick geht nach oben. Seinen Flügeln und seinen Füßen ist noch der Augenblick der Bewegung anzusehen – so, als ob er ganz plötzlich etwas wahrnimmt und darauf zeigt:
„Seht, da!“.

Hier auf dem Bild ist der Engel alleine. Aber eigentlich ist er das nicht und vielleicht haben Sie ihn ja auch wiedererkannt: Es ist der Verkündigungsengel. Als Teil der Krippe steht er Jahr für Jahr unter unserem Weihnachtsbaum im Kirchsaal. Ausdrucksstark und eindrücklich, gestaltet von dem polnischen Künstler Kazimierz Kowalczyk, wie auch die anderen Figuren. Auf ihre Weise erzählen sie die Weihnachtsgeschichte und lassen uns auch heute an dem Geheimnis, dem Wunder von Weihnachten teilhaben.
„Fürchtet euch nicht!“, ruft uns dabei der Engel zu, „Siehe, ich verkündige euch große Freude: Euch ist heute der Heiland geboren!“. Und er zeigt dabei zum Himmel, der sich öffnet in diesem Moment, so erzählt es das Lukasevangelium, und den Blick freigibt auf den großen Gesang des himmlischen Chores: „Friede auf Erden!“.
„Seht, da!“ Der Engel – er schenkt uns mit seiner Bewegung einen Ausblick in den Himmel. Und auf unserer Suche nach Glück und Frieden hier und jetzt will seine Botschaft unseren Füßen eine Richtung geben: zum Kind in der Krippe hin. Denn in diesem Gotteskind finden wir, was wir suchen und auf dem Weg dorthin die Lebenskraft, die wirbrauchen.

Ich wünsche Ihnen allen gesegnete Wege in dieser Advents- und Weihnachtszeit – zum Frieden hin.

Ihre Pfarrerin
Karin Böhmer

Licht in der Dunkelheit

Gedanken zum Advent von Kirchenpräsident Dr. Volker Jung

Wenn die Tage dunkler werden, wird die Sehnsucht nach Licht größer. Viele Menschen zünden in dieser Zeit gerne Kerzen an – auf Adventskränzen, auf Tischen und Fensterbänken. Ich mag diese Zeit. Manchmal schaue ich einfach ins Kerzenlicht und hänge meinen Gedanken nach.

Ich werde dann auch trübsinnig, wenn ich daran denke, dass viele Menschen um ihr Leben fürchten. Weil sie krank sind und nicht wissen, ob sie wieder gesund werden. Weil sie vielleicht daran denken, dass das bevorstehende Weihnachtsfest vielleicht ihr letztes ist. Manchmal frage ich mich, wie es Menschen geht, die Tag für Tag fürchten, ihr Leben zu verlieren, weil um sie herum ein Krieg tobt. Oder was in Menschen vorgeht, die sich mit Gedanken herumquälen, ob sie bleiben oder fliehen sollen. Ich denke an Menschen, die in ihrem Leben Schreckliches erlebt haben.

In diesem Jahr denke ich auch an die Gespräche mit ehemaligen Heimkindern. Es ist ganz furchtbar, wenn Menschen als Kinder und Jugendliche so Schlimmes erleben müssen, dass ihr Grundvertrauen zutiefst erschüttert ist.

Ein Blick in die Kerze in dunkler Zeit erfüllt mich aber zugleich auch immer wieder mit Hoffnung. Die Kerze steht eben auch für das Licht in der Dunkelheit. Ich habe mir in diesem Jahr vorgenommen, in der Advents- und Weihnachtszeit besonders über einen Satz nachzudenken: „Das Licht scheint in der Finsternis, aber die Finsternis hat’s nicht ergriffen.“ Die Worte stehen ganz am Anfang des Johannesevangeliums.

In ihnen sind zwei Gedanken miteinander verbunden. Der eine: Gott hat Licht in seine Schöpfung hineingegeben. Ohne Licht gibt es kein Leben.Der andere: In die Dunkelheit der Welt hat Gott seinen Sohn, Jesus Christus, hineingeboren. Mit seiner Geburt und seinem Leben ist eine Botschaft verbunden: Die Dunkelheit wird nicht siegen, auch nicht die Nacht des Todes. Deshalb: Fürchtet euch nicht!

Das Johannesevangelium hebt einen Gedanken hervor: Menschen orientieren sich nicht am Licht. Sie lassen Dunkelheit über sich herrschen. Und sie machen oft die Dunkelheit noch größer. Dabei gibt es göttliches Licht. Das Kind, dessen Geburt wir Weihnachten feiern, hat einmal gesagt: „Glaubt an das Licht, solange ihr’s habt, damit ihr Kinder des Lichtes werdet.“

Ein Blick in die Kerze – ich erkenne, wie dunkel es manchmal in der Welt Aber ich schaue ins Licht. Ich bitte darum, dass Gott mir zeigt, was ich tun kann, damit es heller wird, wo Dunkles Leben verfinstert. Und ich bitte darum, dass Gott Licht in meinem Herzen aufleuchten lässt und in meinen Gedanken.

Ich wünsche Ihnen eine schöne, gesegnete, erleuchtete Advents- und Weihnachtszeit!

Ihr Volker Jung

Grußwort von Karin Böhmer

in diesem Sommer gibt es erfreulich viel zu feiern:

  • 60 Jahre Andreasgemeinde in Darmstadt-Bessungen
  • 40 Jahre Behindertenseelsorge in Darmstadt
    und mit
  • 49 Jahre Kinderhaus-Bessungen
    steht das nächste Jubiläum schon ins Haus:
    Am 1. September 2019 wird unser Kinderhaus 50 Jahre alt.

Wir nehmen all das zum Anlass, am 19. August miteinander ein großes
Jubiläums-Sommer-Fest zu feiern, das wir unter ein Motto gestellt haben.

Bunt und lebendig

Zusammenkommen in der wunderbaren Vielfalt, in der Gott uns geschaffen hat. Staunen, wie verschieden wir sind. Und auch: aushalten, wie unterschiedlich wir sind. In unseren Ansichten, Bedürfnissen, Begabungen, in unserer Haltung zum Leben und zu Gott. Und doch: miteinander Da sein, miteinander feiern, einander begegnen, singen, beten, hören, essen, trinken, spielen, erzählen… Bunt und lebendig!

Miteinander Hand in Hand

Einzigartig sind wir – und verschieden. Alle bringen wir etwas ganz Besonderes in die Gemeinschaft ein. Nur miteinander sind wir eine bunte und lebendige Gemeinde. Und nur miteinander können wir etwas bewegen in dieser Welt. Hand in Hand.
Ich wünsche uns ein fröhliches Fest, das uns dankbar spüren lässt, wie Gottes Segen unter uns lebendig ist und durch uns wirkt.
Jetzt und in Zukunft.

Ihre Pfarrerin
Karin Böhmer

Grußwort von Karin Böhmer

Liebe Leserinnnen und Leser,

„Nimm Dir, was Du brauchst“ – dieser freundliche Aushang fällt mir sofort ins Auge. Zwei Konfirmandinnen hängen ihn gerade im Speisesaal auf, als ich dazukomme, so geschehen auf der Konfi-Freizeit im Januar in Rodenroth.

„Wie seid Ihr denn auf diese schöne Idee gekommen?“, frage ich, während ich mir sofort einen der Zettel („Gelassenheit“) abreiße. „Wir haben uns überlegt, was wir Gutes tun können“, erklären mir die bei den und huschen davon, noch weitere dieser Aushänge im Haus zu verteilen.

An diesem Morgen hatten wir die biblische Geschichte von der Frau gehört, die Jesus vor seinem Tod mit kostbarem Öl salbt. Diese Frau beweist ein feines Gespür für das, was nötig ist, was gebraucht wird. Mitten in einer Situation, die gezeichnet ist von Angst und Ohnmacht, tut sie dem, der dabei ist Macht und Leben zu verlieren, etwas Gutes. Setzt ein Zeichen für die Kostbarkeit des Lebens – wider alle Logik. Ich wünsche uns allen eine gesegnete Osterzeit, in der wir hier und da überrascht werden durch kleine wohltuende Zeichen. Sie mögen uns erinnern an Gottes verwandelnde Kraft – mitten in unserem Alltag.

Ihre Pfarrerin
Karin Böhmer

Neuer Gemeindepädagoge

Mein Name ist Andreas Schitt und ich bin der Neue, Ihr / Euer neuer Gemeindepädagoge für die Kinder- und Jugendarbeit in der Region Bessungen. Ich freue mich, die Arbeit der geschätzten Kollegin Regine Lehmann übernehmen und fortführen zu können. Die „Eine“ und den „Anderen“ habe ich bereits, seit meinem Arbeitsbeginn im Januar 2018, kennen gelernt und freue mich auf weitere Begegnungen mit Ihnen / Euch. Es macht mir bereits jetzt sehr viel Spaß mit und für so viele motivierte, engagierte und sehr sehr nette ehren- und hauptamtlich tätige Menschen und für die vielen Kinder und Jugendlichen arbeiten zu dürfen.
Ich freue mich auf weitere Begegnungen, Gespräche und gemeinsame Aktionen mit Ihnen und für Euch.

Bitte sprechen Sie mich einfach an, damit wir uns besser kennenlernen können.

An dieser Stelle und auf der Homepage der Kirchengemeinde informiere ich aktuell über laufende und geplante Gruppen, Aktionen und Inhalte der Kinder- und Jugendarbeit in der Region Bessungen und in der Andreasgemeinde.

Gesegnete, beste und liebe Grüße
Ihr / Euer Andreas Schitt

Kontaktdaten

Ev. Kirche in Bessungen – Angebote für Kinder und Jugendliche
Gemeindepädagoge Andreas Schitt
Paul-Wagner-Straße 70
64285 Darmstadt
Telefon: 06151 / 6594770
Mobil: 0176 / 61474169
E-Mail:

Grußwort von Karin Böhmer

Liebe Leserinnnen und Leser,

„Fröhlich soll mein Herze springen dieser Zeit, da vor Freud alle Engel singen“.

Ja, es ist wieder soweit: Die Zeit des Advent beginnt und mit ihr diese besondere, verheißungsvolle Geschäftigkeit auf Weihnachten hin. Plätzchen backen, für das Krippenspiel proben, Geschenke aussuchen und einpacken, besondere Gottesdienste, Einladungen hin und her, schlendern über Weihnachtsmärkte. Vieles ist zu tun. Advent ist schließlich eine Zeit der Vorbereitung und Vorfreude auf ein ganz besonderes Fest: die Geburt des Gotteskindes von der „mit lauten Chören alle Luft laute ruft“, wie Paul Gerhard in seinem Lied
weiter dichtet.

Manchmal können wir im Advent alles zu unserer Zufriedenheit vorbereiten, so dass wir ganz entspannt Weihnachten feiern können. Es kann aber auch geschehen, dass wir uns total erledigt fühlen von all
den Dingen, die es zu bedenken gab. Dann ist es gut, sich zu erinnern:
bei allem, was wir gestalten und planen – machen können wir Weihnachten nicht. Es geschieht einfach. Und das ist vielleicht das allergrößte Geschenk, das uns in diesen Tagen gemacht wird. Von Gott. Weihnachten geschieht.

Geschehen lassen – unsere große Stärke ist das nicht. Dabei öffnet sich gerade nach den Weihnachtsfeiertagen ein wunderbarer Zeitraum genau dafür: die Tage „zwischen den Jahren“.

Eine ganz besondere Zeit. Zählen wir das Jahr nach Mondmonaten, entsteht am Ende des Jahres ein Überhang von dreizehn Nächten und Tagen als Differenz zum Sonnenjahr. Diese Nächte zwischen Weihnachten und Epiphanias werden auch Raunächte (Jörg Zink „Heilige Nächte“) genannt.

In dieser Zeit darf Weihnachten nachklingen, in uns ankommen. Auch mit dem, was an Weihnachten nicht gelungen ist, was ausgeblieben ist und nicht erfüllt wurde. Es geht ums sein lassen, ums nichts tun müssen. Ein „heiliges Ausruhen“ hat es eine Freundin von mir einmal genannt. Was ist, wird in Gottes Hände übergeben. Dort bleibt es, dort wird es gewandelt, und von dort wird kommen, was das neue Jahr für uns bereit hält, auch neue Kräfte und neue Ideen.

Ich wünsche Ihnen und Euch eine gesegnete Zeit, im Vorbereiten, Feiern und Geschehen lassen

Ihre Pfarrerin
Karin Böhmer