Der Bibel Marathon in der Petrusgemeinde

Tohuwabohu war das erste Wort aus der Schriftlesung, das mir vertraut vorkam. Luther übersetzte das hebräische Wort mit wüst und leer und beschrieb so den Zustand der Erde ganz am Anfang. Die ersten Verse der Bibel wurden zum Auftakt des Bibelmarathons im hebräischer Sprache vorgetragen. Das Intro sozusagen im Original.

Die ganze Bibel lesen. Vom Anfang bis zum Ende. Ohne Pause. Der Bibelmarathon der Petrusgemeinde in der Bessunger Kirche im Jahr des Lutherjubiläums 2017. Eine bemerkenswerte organisatorische Leistung, die Menge an Freiwilligen zu koordinieren, rund um die Uhr Ansprechpartner zu finden, die im Notfall auch dann eben selbst vorlesen, damit keine Unterbrechungen und somit der Zeitplan durcheinander kommt.

In der Bessunger Kirche herrscht Stille, bis auf die Lesenden ist kaum etwas zu hören. Nur der Wechsel der Vortragenden und wechselnde Besucher unterbrechen die Stille ein wenig. Die Kirchenglocke, die jede Viertel Stunde ganz dezent zu hören ist, markiert bei den meisten Lesenden die Halbzeit ihres Beitrags und beim zweiten läuten markiert sie den Wechsel zu einem weiteren Vortragenden. Mal wird im stehen, mal im sitzen vorgelesen, mal wird das Lesepult barrierefrei auf die Ebene der Sitzreihen gestellt und zur Eröffung durfte ich die Geschichte der Sintflut sogar in Gebärdensprache erleben.

Einige Bibelstellen habe ich selbst live erlebt. So sah ich die Eröffnung mit Daniel Neumann, Ulrike Schmidt-Hesse, Charly Landzettel, Stefan Hucke und mehreren anderen. Nachmittags sah ich den Wechsel des Vortrags von Frieder Haug zu Karin Böhmer und deren Lesung. Mitten in der ersten Nacht, erlebte ich das Ende des vierten Buch Mose von Fritz Viertel, Beiträge von Ingrid Schmidt-Viertel, Silke Magel und den Wechsel zu Britta Miekley. Jeder anders in seinem Vortrag, jeder einzigartig.

Normalerweise berichte ich eher über Veranstaltungen unserer Gemeinde oder mache Fotos von ihnen. Bei der Eröffnungsveranstaltung entschied ich mich, doch noch als Lesender an dieser Veranstaltung teilzunehmen und so einen kleinen Teil dazu beizutragen und nicht nur Beobachter zu bleiben. So entschied ich mich auch dafür, am Abend der Eröffnung, unsere Sitzung des Kirchenvorstands in der Andreasgemeinde mit dem selben Text einzustimmen, der zeitgleich in der Bessunger Kirche vorgelesen werden sollte. So wurde die Veranstaltung auch noch in unserer Sitzung erlebbar.

Am Ende bleibt die Bibel aber ein Buch, das nicht vollständig von einer einzelnen Person in einer solch kurzen Zeit zu erfassen ist. Diese Veranstaltung aber ist wie ein lebendig gewordenes Buch: jeder Besuch in der Kirche ist wie ein Aufschlagen der Bibel, mal zufällig, mal sucht man bewusst Textstellen oder auch Lesende aus. Man wohnt der Versanstaltung bei, hört eine Weile zu und verläßt sie dann wieder. Als würde man die Bibel zuklappen und wieder zur Seite legen.

Noch bis Sonntag Abend, dem 25.6.2017, ist diese lebendig gewordene Bibel in der Bessunger Kirche zu erleben – zu jeder Tages- und Nachtzeit.

Heiko Schock

Grußwort von Karin Böhmer

Liebe Leserinnnen und Leser,

Auf brechen ist das Thema, das wir in diesem Sommer in der Andreasgemeinde besonders in den Blick nehmen wollen. Wenn wir auf brechen, nehmen wir Neues in den Blick, lassen Gewohntes zurück und öffnen uns für Veränderungen.

So, wie die drei  Frauen der Reformation, die wir in der diesjährigen Reihe „Sommergottesdienste im Innenhof“ zu Wort kommen lassen wollen: Katharina Luther, Argula von Grumbach und Katharina Zell. Ihre Geschichten erzählen von den neuen Horizonten, die sich auftun, wenn wir es wagen, neue Wege auszuprobieren. Sie  zeigen aber auch die Ambivalenzen und Probleme,  die zu bewältigen sind, wenn wir vertraute Pfade verlassen. Manchmal braucht es all unseren Mut, um einer neuen Einsicht zu folgen und den ersten Schritt in ein neues Leben zu tun.  Und nicht immer geschehen Auf brüche freiwillig. Nach wie vor erleben wir, wie sich weltweit Menschen auf den Weg machen, weil sie, bedroht von Krieg, Gewalt, Hunger oder Klimaveränderung  einfach überleben wollen. Sie suchen ein anderes Leben, Schutz und Gerechtigkeit.

„Türen öffnen – neue Wege gehen“ – unter diesem Motto nehmen wir die unterschiedlichen Dimensionen von Auf brechen bei unserem diesjährigen Sommerfest in den Blick. Denn die Andreasgemeinde hat an vielen Stellen neue Wege eingeschlagen: Sie hat sich mit ihrem Willkommenstreff geöffnet für geflüchtete Menschen. Sie macht sich mit dem Umweltmanagement „Grüner Hahn“ stark für Nachhaltigkeit und Umweltschutz. Sie weitet ihren Blick in den Stadtteil hinein und fördert im DRIN-Projekt nachbarschaftliches Engagement in der neu entstehenden Lincoln-Siedlung.

„Ich will euch segnen und ihr werdet Segen sein“, diesen Zuspruch hören Abraham und Sara als sie alles hinter sich lassen und auf Gottes Aufforderung hin aufbrechen in ein neues Land. Gott schenke auch uns Vertrauen für unser Aufbrechen und Mut zu all den Veränderungen, die notwendig sind, damit Menschen miteinander gut leben können.

Einen gesegneten Sommer wünscht
Ihre Pfarrerin

Karin Böhmer

Eine feste Burg ist unser Gott

Familienfreizeit 2017

Fast angekommen am Ziel entdeckt man sie, die Burg Breuberg im Odenwald. Die Serpentinen hinauf, endet der Weg in einer beängstigend steilen Auffahrt, die in ein unpassierbar erscheinendes Burgtor mündet, dann ist der Zufluchtsort für das lange Wochenende um den ersten Mai erreicht.

Ein wenig erinnerte die Menge der mitgebrachten Materialien, Spielgeräte und Proviant an einen kleinen Belagerungszustand, den die fast 100 anreisenden Menschen aus Familien der Matthäus- und Andreasgemeinde über die Burg brachten. Am ersten Abend entwickelten und bastelten die Familien, fast wie zu Ritterszeiten, ihre Wappen.

Zu dem Thema „Eine Feste Burg ist unser Gott“ beschäftigten sich Kinder, Frauen und Männer in ihren Gruppen mit Texten von Luther, aber auch mit der Noah Geschichte. Was bedeutet Zuflucht für uns, wo finden wir Halt und Schutz, waren die zentralen Fragen, die diskutiert wurden.

Abwechslung, Ausgleich und Austausch verschaffte der Gemeinschaft eine Wanderung, ein Nähangebot und eine Ralley für Kinder. Interessierten wurde die Geschichte der Burg bei einer kurzweiligen Führung nahegelegt. Fast wie zu Ritterszeiten gab es noch ein Turnier, wenngleich weniger zu Pferde als eher mit dem Fußball. Abends wurden am Lagerfeuer Lieder gesungen, Geschichten erzählt und Stockbrot geröstet.

Am Ende sind alle froh, die Enge des Burgtors mit dem Auto zum zweiten mal heil passiert zu haben und nach abschließendem Gottesdienst und Reisesegen wieder gestärkt in den Alltag zurückzukehren.

Text: Ute Bucholski & Heiko Schock
Titelbild; Sven Hinderlich
Gruppenfoto: Heiko Schock
Burgfotos: Axel Hagedorn


Grußwort von Karin Böhmer

Liebe Leserinnnen und Leser,

die ersten Schneeglöckchen recken ihre weißen Köpfe aus der dunklen Erde und bald werden Krokusse und Osterglocken sich ihren Weg ans Licht bahnen. Die Sonne steigt höher und höher, unsere fünf Pfarrhaus-Zwerghühner legen Ei um Ei. Kein Zweifel: Der Frühling kommt.

Auferstehung überall.

Und doch fragen sich nicht nur die Konfirmandinnen und Konfirmanden bei ihrer Beschäftigung mit dem Glaubensbekenntnis: Auferstehung von den Toten? Wie soll das gehen? Und dann auch noch daran glauben? Auch Kurt Marti, Schweizer Theologe und Dichter, erst kürzlich am 11. Februar 2017 96-jährig in Bern verstorben, fragt in einem seiner Gedichte:

Ihr fragt, wie ist die Auferstehung der Toten?
  Ich weiß es nicht.
Ihr fragt, wann ist die Auferstehung der Toten?
  Ich weiß es nicht.
Ihr fragt, gibt es eine Auferstehung der Toten?
  Ich weiß es nicht.
Ihr fragt, gibt es keine Auferstehung der Toten?
  Ich weiß es nicht.

Auch ich habe keine wissenschaftliche Erklärung geschweige denn irgendwelche Beweise. Und dennoch freue ich mich schon jetzt auf den Gruß an Ostern im Gottesdienst: „Christus ist auferstanden!“ „Er ist wahrhaftig auferstanden!“ Ja! Dieser frohen Botschaft will ich mich anvertrauen: Das Leben ist stärker als der Tod. Sie schenkt mir Kraft, in Zeiten von Angst, Ohnmacht und Resignation. Und so beendet auch Kurt Marti sein Gedicht:

Ich weiß nur, wonach ihr nicht fragt:
  Die Auferstehung derer, die leben.
Ich weiß nur, wozu Er uns ruft:
  Zur Auferstehung heute und jetzt!

Herzlich grüßt Ihre Pfarrerin

Karin Böhmer

Einführung Notfallseelsorger

Menschen wie Engel:
Sieben Mitarbeitende der Notfallseelsorge in ihren Dienst eingeführt

Für viele Menschen sind sie wie Engel: Notfallseelsorgerinnen und Notfallseelsorger kommen in unvorhergesehene Krisensituationen hinein, sind da für Menschen, die leiden, hören zu, helfen mit, ein bisschen Ordnung ins Chaos zu bringen. Wie der Engel Raphael im Alten Testament räumen sie nicht gleich alle Probleme aus dem Weg, holen aber Menschen aus ihrer Erstarrung heraus, ermächtigen Menschen, wieder handeln zu können. So beschrieb es Pfarrer Dr. Christoph Klock in seiner Predigt zur Einführung der neuen Mitarbeitenden in der Notfallseelsorge Darmstadt.

Fünf Frauen und zwei Männer aus Darmstadt und dem Landkreis Darmstadt-Dieburg sind in ihren Dienst eingeführt worden. Dekanin Ulrike Schmidt-Hesse und Pfarrer Dr. Christoph Klock, stellvertretender katholischer Dekan, nahmen die Beauftragungen vor, überreichten die Urkunden und sprachen den Ehrenamtlichen den Segen für ihren Dienst zu. Die Pfarrerin der gastgebenden Evangelischen Andreasgemeinde, Karin Böhmer, leitete die Liturgie. In ihren Dienst eingeführt wurden: Susanne Zimmermann (Modau), Veronika Heineken (Darmstadt), Iris Fairley (Griesheim), Detlef Winterstein (Weiterstadt), Annette Rehor (Darmstadt), Marcel Sommer (Weiterstadt) und Natascha Fachinger (Weiterstadt).

„Menschen, die wie Engel erscheinen“, nannte Pfarrer Dr. Christoph Klock die Notfallseelsorgerinnen und Notfallseelsorger in seiner Predigt, „sie kommen unvermutet, für eine kurze Zeit in eine entscheidende, wichtige Lebenssituation.“ Genauso wie die Menschen, die unverhofft in eine Krise geraten sind, kommen die Mitarbeitenden in der Notfallseelsorge in unbekannte Situationen, die sie sich nicht aussuchen können, so Klock. Sie hätten in ihrer Ausbildung gelernt, mit extremen Situationen umzugehen. „Die Wirklichkeit ist aber immer eine andere“, so der Pfarrer von St. Ludwig.

Menschen, zu denen sie kommen, sollen spüren, dass sie als „Mitfühlende da sind, als Menschen, so wie sie sind“. Dazu gehöre auch, offen zu sein für Momente des Schweigens, denn „Leid macht auch stumm“. Mit Feingefühl mögen sie Menschen in Notsituationen helfen, wieder eigene Schritte zu gehen, Lähmung zu überwinden. Unaufdringliche, liebevolle Präsenz zeichne die Notfallseelsorgerinnen und Notfallseelsorger aus, auch wenn sie nicht auf alles eine Antwort haben, so Klock. Ihr eigenes Grundvertrauen könnten sie die Menschen, zu denen sie kommen, spüren lassen.

Dekanin Ulrike Schmidt-Hesse fragte die Einzuführenden, ob sie sich von der christlichen Botschaft leiten und tragen lassen, die Schweigepflicht wahren und untereinander und mit anderen Vertretern der Rettungskette vertrauensvoll zusammenarbeiten wollen, was diese mit „Ja, mit Gottes Hilfe“ beantworteten. Gemeinsam mit Pfarrer Dr. Christoph Klock segnete sie die fünf Frauen und zwei Männer. Sie dankte den Eingeführten, dass sie ihre Kompetenzen und Erfahrungen in diesen „wichtigen und anspruchsvollen Dienst“ einbringen. Sie dankte auch allen anderen anwesenden Mitarbeitenden in der Notfallseelsorge sowie Jens Rönnfeldt, dem stellvertretenden Leiter der Berufsfeuerwehr Darmstadt, für die gute Zusammenarbeit in der Rettungskette.

Pfarrer Heiko Ruff-Kapraun, der die ökumenische Notfallseelsorge gemeinsam mit der katholischen Gemeindereferentin Susanne Fitz vom Bistum Mainz leitet, freut sich über die neuen Mitarbeitenden. Insgesamt gibt es nun 47 ehrenamtliche Notfallseelsorgerinnen und Notfallseelsorger in Darmstadt und Umgebung. „Menschen, die diesen Auftrag annehmen und sich ausbilden lassen, sind für mich Bestätigung und Rückenwind in der gemeinsamen Aufgabe“, so Ruff-Kapraun. „Nur in einem Team können wir den Anspruch, jeder Situation und den Personen gerecht zu werden, einlösen“, sagt Ruff-Kapraun. Routine sei da oft nicht gefragt.

Susanne Fitz hat die Praktikumsphase der Auszubildenden in den vergangenen Monaten begleitet. Auch stand das Leitungsteam hilfreich bei den ersten Einsätzen zur Seite. Nach der Qualifikation, die etwa 70 Stunden umfasst, formuliert eine Teilnehmerin: „Ich möchte Menschen, die plötzlich in eine Notsituation geraten sind, stärken und unterstützen“. Es sei bei dem Dienst sinnvoll, Mitmenschlichkeit zu üben und bereit zu sein, für andere da zu sein.

„Alle Leut“ in Wiesbaden auf der Demo

Demonstration gegen Abschiebungen nach Afghanistan in Wiesbaden

Am Samstag, den 11. Februar, war der Willkommenstreff der Andreasgemeinde unterwegs. Weil vor allem afghanische Mütter mit ihren Kindern teilnehmen und weil einige von ihnen schon an ähnlichen Aktionen teilgenommen hatten, griffen wir die Anregung des Diakonischen Werkes (DW) auf und organisierten einen Bus, der uns zur Demonstration in Wiesbaden brachte. Unter dem Motto „Abschiebestopp nach Afghanistan! Bleiberecht jetzt“ hatte das „Afghan Refugee Movement“ und der Hessische Flüchtlingsrat zum Protest gegen die gegenwärtige Praxis der Bundesregierung und der hessischen Landesregierung aufgerufen.

Der Bus war voll: 27 afghanische Väter, Mütter, und Kinder, dazu 13 Ehrenamtliche. Da DW und Ev. Dekanat sich an der Finanzierung des Busses beteiligten, konnten wir den Fahrpreis erschwinglich gestalten.

In Wiesbaden sprachen bei der Auftaktkundgebung am Hauptbahnhof Vertreterinnen der Trägerorganisationen. Die Argumente waren klar: Afghanistan ist kein sicheres Herkunftsland. Das UNHCR (Flüchtlingshilfe der UNO) widerspricht der Einschätzung der Bundesregierung. Einige Bundesländer haben deshalb die Abschiebung nach Afghanistan gestoppt, z.B. Schleswig-Holstein, Hessen nicht.

Der Demonstrationszug ging dann über die Bahnhofstrasse. Unterwegs riefen die Demonstranten Parolen wie „Keine Abschiebung nach Afghanistan“ oder „Hopp ,hopp, Abschiebung stopp“. „Unsere“ Mütter und Väter machten dabei kräftig mit. Geschart um das große Plakat, das Manfred Weschke gestaltet hatte, kamen wir am Luisenplatz (den gibt es auch in Wiesbaden) an. Dort gab es noch einige Reden. Weil es für die Kinder so besser war und weil wir den Bus auch nur bis 16 Uhr gebucht hatten, verließen wir den Demonstrationszug und gingen zum Hauptbahnhof zurück. Auf der Rückfahrt dankte Andrea Bauer allen Teilnehmenden und sprach die Hoffnung aus, dass das gemeinsame Anliegen gehört und verstanden worden ist, denn ‚wir alle wollen und fordern, dass die Menschen aus Afghanistan in Deutschland bleiben können.‘

Zum Abschluss sangen dann alle das Schlusslied des Willkommenstreffs: „Alle Leut‘, alle Leut‘ gehn jetzt nach Haus“ (deshalb nennen die Kinder dieses Angebot der Andreasgemeinde „Alle Leut“).

Text und Bilder: Frieder Haug

 

Ausbildungskurs Telefonseelsorge

Die Telefonseelsorge startet einen neuen Ausbildungskurs Im März 2017

Die Telefonseelsorge in Darmstadt bietet seit über 40 Jahren Menschen in Krisensituationen rund um die Uhr die Möglichkeit zu einem anonymen und vertraulichen Gespräch unter den kostenlosen Nummern 08001110111 und 08001110222. Die Beratungsarbeit am Telefon leisten ehrenamtliche Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen, die mit einer qualifizierten Ausbildung für diese Tätigkeit geschult wurden.

Wir wollen unser Team erweitern und starten eine neue Ausbildungsgruppe im März 2017. Dieser Kurs umfasst 150 Stunden und findet abends und an Samstagen statt, so dass Berufstätige und Studierende teilnehmen können. Die Leitung haben Diplompsychologin Christiane Rieth und Pastoralreferent Ralf Scholl. Ein Informationsabend dazu findet am Dienstag, 24.1.2017 um 19 Uhr im ökumenischen Gemeindezentrum Kranichstein , Bartningstr. 40, in Darmstadt statt.

Wir bieten:
eine Schulung in Kommunikation und Gesprächsführung, Einblicke in Beratungstechniken, ein spannendes Team von 80 Ehrenamtlichen sowie im Anschluss an die Ausbildung Supervision und Fortbildung – und nicht zuletzt eine anspruchsvolle, sinnstiftende Tätigkeit.

Wir erwarten:
Bereitschaft zur Arbeit an der eigenen Person, Lust auf Arbeit in der Gruppe sowie zwei Jahre ehrenamtliche Mitarbeit am Telefon im Umfang von 12-15 Stunden pro Monat.

Wenn Sie Interesse haben, nehmen Sie jetzt mit uns Kontakt auf über oder unter 06151-43143. Ausführliche Informationen finden Sie auch unter www.telefonseelsorge-darmstadt.de.

Christiane Rieth Ralf Scholl
Telefonseelsorge Darmstadt e.V.
Postfach 11 14 08
64229 Darmstadt

www.telefonseelsorge-darmstadt.de

NIKOLAUS auf LINCOLN

Der Nikolaus kommt auf die Lincoln-Siedlung! So stand es im Gemeindebrief der Andreasgemeinde -zu dem dieses Kirchngebiet gehört- und auf den Plakaten und Briefkästen in allen Häusern. Eine Einladung an alle auf Lincoln wohnen Eltern mit ihren Kindern zum Nikolaus in den Pavillon auf Lincoln zu kommen. Uns sie kamen! Von den beiden Quartiermanagerinnen Petra Elmer und Ingrid Erdmann sowie von Pfarrerin Karin Böhmer herzlich begrüßt und zum Verweilen eingeladen beim Sternebasteln, Lebkuchenessen und Malen und alles was Kinderherzen höher schlagen lässt. Mit dabei sind auch von der Andreasgemeinde, der Vorsitzende des Kirchenvorstands Karlheinz Friedrich und der KV-Beauftragte für DRiN und Lincoln Herbert Gunkel und die Konfirmanden.

Preisübergabe für Kinder und Jugendarbeit

Nicht nur der Nikolaus beschenkt die Kinder, auch die Andreasgemeinde wurde beschenkt. Man hatte sich auf einen Preis beworben, der von der Kinder- und Jugendstiftung der Evangelischen Jugend der EKHN ausgeschrieben war und wurde ausgewählt für die inklusive, interkulturelle und interreligiöse Art, wie die Andreasgemeinde in das neue Quartier Lincoln hineingeht, dabei ist und Nachbarschaft lebt um gemeinsam Räume zu entdecken und das Quartier weiter zu entwickeln. [Wie die Aktivitäten der Nachbarschaftsrunde und bspw. das Begegnungsfest ‚Sommer auf Lincoln‘ unlängst bewiesen haben.].
So ist vom Kuratorium der Landesjugendpfarrer Gernot Bacht Leucht gekommen um den Preis über tausend Euro mit Urkunde an die Pfarrerin und den KV-Vorsitzenden zu überreichen.

Im Pavillon, alles festlich geschmückt, der Bauverein hat einen Weihnachtsbaum spendiert und es riecht nach adventlichen Köstlichkeiten. Etwa vierzig bis fünfzig Kinder, auch Kleinkinder mit ihren Müttern und den größeren Geschwistern sind gekommen und Väter, Eltern; an die dreißig Erwachsene. So haben die Quartiersmanagerinnen und Helfer alle Hände voll zu tun. Zunächst werden Lieder gesungen, ja der Nikolaus herbeigesungen und durch die Fensterscheiben des Pavillons hat man einen Ausblick auf die Baumgruppe vor der Heidelberger Straße. Eine Stimmung wie bei Waldweihnacht!

Der Nikolaus lässt sich zunächst erzählen, was die Kinder von ihm wissen? – Da werden viele Geschichten zum Besten gegeben die dem Bischof von Myra, huetige Türkei zugeschrieben werden. Klar ist, dass er ein kinderliebender Priester und Abt gewesen ist, der sich für die Kinderrechte einsetzte und Süßigkeiten verteilte und auch mit dem Kirchenschatz Gutes tat. Mit dem Lied: nun lasst uns froh und munter sein, geht die Bescheerung voran. Die Konfirmanden helfen, quasi als Wichtel aus, damit alle Kinder in den Genuss der Gaben kommen. Apfel, Schokoladennüsse und St. Nikolaus in Schokolade. Die Kinderaugen strahlen, die Eltern, wo sie auch herkamen finden es schöner, als sie sich das vorgestellt hatten.

Ein wunderbarer Nachmittag im Pavillon, da sich die Kinder und Eltern wohl und aufgehoben fühlten geht nach fast drei Stunden zu Ende. Nicht ohne Verabredungen zur gegenseitigen Kinderbereuung und was sich sonst noch über die Quartiersmanagerinnen organisieren lässt. Danke Andreasgemeinde!

Bericht von Herbert E. Gunkel, Kirchenvorsteher und Beauftragter für DRiN-Projekt und Nachbarschaftsrunde: Willkommen Lincoln