Brich an du schönes Morgenlicht …

Liebe Leserinnen und Leser,

ein klarer, kalter Morgen und alle Blätter, Gräser, Pflanzen sind mit
Raureif überzogen. Ein zauberhafter Moment mitten im Winter.
Heiko Schock hat ihn wahrgenommen und mit der Kamera festge-
halten. Einer von vielen besonderen „Momenten in Bildern“, wie sie
in seiner Ausstellung in unserem Kirchsaal zu sehen sind.

Die gefrorenen Gräser auf diesem Bild wirken auf mich zart und licht,
fast beschwingt. Die Atmosphäre, die von ihnen ausgeht, verscheucht trübe Gedanken grauer Wintertage. Ein Weihnachtslied kommt mir in den Sinn. Ein Lied aus dem Gesangbuch, das J.S. Bach auch als Choral in sein Weih-
nachtsoratorium aufgenommen hat:

Brich an du schönes Morgenlicht und lass den Himmel tagen!
Du Hirtenvolk erschrecke nicht, weil dir die Engel sagen,
dass dieses schwache Kindelein, soll unser Trost und Freude sein,
dazu den Satan zwingen und letztlich Frieden bringen.
(EG 33)

Der Himmel geht auf, ein neues Licht wird geboren, die Engel brin-
gen frohe Botschaft, ein kleines Kind überwindet das Böse und
bringt Frieden, Trost und Freude überall: Fürchtet euch nicht!
Darauf gehen wir zu.

Lassen Sie uns die Momente bewusst wahrnehmen, wo etwas von
dieser Botschaft in unserem Leben aufscheint – zart und licht.
Sie stärken unsere Hoffnungskraft und lassen uns getrost weiterge-
hen in ein neues Jahr.

Ich wünsche Ihnen und Euch gesegnete Weihnachten und ein frohes neues Jahr!

Ihre Pfarrerin,
Karin Böhmer