Grußwort von Karin Böhmer

Liebe Leserinnnen und Leser,

„Nimm Dir, was Du brauchst“ – dieser freundliche Aushang fällt mir sofort ins Auge. Zwei Konfirmandinnen hängen ihn gerade im Speisesaal auf, als ich dazukomme, so geschehen auf der Konfi-Freizeit im Januar in Rodenroth.

„Wie seid Ihr denn auf diese schöne Idee gekommen?“, frage ich, während ich mir sofort einen der Zettel („Gelassenheit“) abreiße. „Wir haben uns überlegt, was wir Gutes tun können“, erklären mir die bei den und huschen davon, noch weitere dieser Aushänge im Haus zu verteilen.

An diesem Morgen hatten wir die biblische Geschichte von der Frau gehört, die Jesus vor seinem Tod mit kostbarem Öl salbt. Diese Frau beweist ein feines Gespür für das, was nötig ist, was gebraucht wird. Mitten in einer Situation, die gezeichnet ist von Angst und Ohnmacht, tut sie dem, der dabei ist Macht und Leben zu verlieren, etwas Gutes. Setzt ein Zeichen für die Kostbarkeit des Lebens – wider alle Logik. Ich wünsche uns allen eine gesegnete Osterzeit, in der wir hier und da überrascht werden durch kleine wohltuende Zeichen. Sie mögen uns erinnern an Gottes verwandelnde Kraft – mitten in unserem Alltag.

Ihre Pfarrerin
Karin Böhmer