Grußwort von Karin Böhmer

Liebe Leserinnnen und Leser,

Wo dein Herz ist, da ist auch dein Schatz. Oder: Wo dein Schatz ist, da ist auch dein Herz. So sagt Jesus in seiner sogenannten Bergpredigt, aufgeschrieben im Matthäus-Evangelium (6,19-21).
Jesus fragt: Woran hängt dein Herz? Was oder wer ist dir wichtig in deinem Leben? Wonach sehnst du dich? Das kann sehr verschieden sein.
Es ist wichtig und spannend immer mal wieder darüber nachzusinnen:
Woran hängt mein Herz? Was ist es für Sie, für Dich im Moment?

Jetzt im Herbst und besonders am Erntedankfest ist die Zeit reif genau dafür: Uns die Schätze, die wir in unserem Leben haben und genießen können, mal ins Bewusstsein rufen, einsammeln, ernten – so wie wir reife Äpfel vom Baum pflücken oder Kastanien auflesen – und danke sagen!
Danke sagen und wahrnehmen, welchen Reichtum wir in unserem Leben haben.
Jeder Apfel, jede Karotte, jede Blume in dem Erntedank – das Mandala auf dem umseitigen Titelblatt, mag für etwas stehen, was wir erfahren und erlebt haben im vergangenen Jahr, wofür wir dankbar sind.

Und wenn uns beim Erinnern und Sammeln auch das vor Augen steht, was nicht so gelungen, vielleicht sogar schwer und schmerzhaft war:
Gott ist nicht nur da zu finden, wo unser Leben glücklich, erfolgreich und stolperfrei ist, sondern auch da, wo „der Wurm drin ist“. Gott wickelt seinen Segen zart und kunstfertig ein und bringt ihn in unser Feld und Brot, in unser ganzes Leben, mit allem, was dazu gehört. So werden wir mit dem schönen Lied „Wir pflügen und wir streuen“ auch in diesem Erntedank-Familiengottesdienst wieder singen. „Gottes Barmherzigkeit und Liebe hat kein Ende, sie ist alle morgen neu und Gottes Treue ist groß!“

Das ist der himmlische, der unvergängliche Schatz auf den wir immer bauen können.
Mit dem Herzen können wir ihn finden.

Herbstliche Grüße,
Ihre Pfarrerin

Karin Böhmer