Das Sommerfest der Andreasgemeinde

Die Gemeinde und die Fische

1527 Origami-Fische, so viele wie Mitglieder der Andreasgemeinde, in Form eines Mobiles inmitten des Kirchsaals. Warum überhaupt Fische? Dieser Frage ging Pfarrerin Karin Böhmer, mit einigen ihrer Kollegen aus dem Kirchenvorstand, zum Auftakt des Sommerfestes im Familiengottesdienst nach. Die Geschichte um das Geheimzeichen der frühen christlichen Gemeinden, das noch heute das Symbol für viele Christinnen und Christen ist. „Ichtys“, griechisch für Fisch, steht für die Worte: Iesus, CHristos, The-u, hYios, Sotär. Auf deutsch: Jesus, Christus, Gottes, Sohn, Retter.

Bei bestem Sommerwetter traf man auf viele alte Bekannte. Das Konzept der Bewirtung wirkte vertraut, ebenso das spannende Kinderprogramm des Kinderhauses. Besonders erfreulich, dass auch immer wieder neue Gesichter unter den Besuchern zu finden sind. Ebenso nicht ganz so vertraut, aber bei der Nacht der Kirchen bewährt, die Liegestühle im Innenhof und die Strandbar, an der es wieder alkoholfreie Cocktails zu genießen gab. Zum zweiten Mal engagierten sich junge Gemeindemitglieder mit einem Waffelstand, dessen Erlös an den Verein „Amigos“ gespendet wurde. Der Verein, der sich für Straßenkinder in Brasilien einsetzt, hatte auch einen kleinen Verkaufsstand und stellte seine Arbeit vor. Wolfgang Hering, wenn der Nachname kein gelungener Zufall ist, gab zum Abschluss noch ein Konzert für Kinder im Kirchsaal.

Doch zurück zu den Fischen und den Überraschungen. Den ganzen Nachmittag gab es eine lustige Foto-Aktion rund um das Mobile, bei der sich Groß und Klein mit Requisiten und den Fischen ablichten lassen konnten. Die Fotos wurden im Anschluss als Überraschung präsentiert und sind auf einer Foto-Wand noch immer zu besichtigen. Aus ihnen wird ein Gästebuch entstehen. Überraschend unklar war dann doch die Zukunft des Mobiles. Zwar wurde ein konkreter Vorschlag unterbreitet, überraschend aber, dass es nicht so leicht scheint, ein lieb gewonnenes Stück der Gemeinde wieder loszulassen. Einige weitere Ideen stehen jetzt im Raum. Aber vielleicht braucht es auch noch etwas Zeit, um die richtige Entscheidung zu treffen.

Für die Idee, ein Kunstwerk aus so vielen Papierfischen zu erstellen, brauchte es nur einen Einzelnen. Für dessen Umsetzung brauchte es viele Helfer. So wie auch der Andreaschor, der kurzfristig durch einige Mitglieder der Gemeinde ergänzt, zum großen Projektchor wurde. Nicht zuletzt aber auch unser Sommerfest, dass nur durch viele helfende Hände möglich war.

Text und Bild: Heiko Schock

Das Mobile, bestehend aus 1527 Origami-Fischen als recycelten Liedblättern, entstand als Gemeinschaftsprojekt auf der diesjährigen Familienfreizeit der Andreasgemeinde auf der Burg Breuberg und ist noch bis zur Gemeindeversammlung am 13.09.2015 im Kirchsaal der Andreasgemeinde zu sehen.