Ökumenischer Brandnachtgottesdienst

Ökumenischer Brandnachtgottesdienst
Montag, 11. September, 18.30 Uhr, Katholische Innenstadtkirche St. Ludwig

Die Evangelische und Katholische Kirche in Darmstadt laden gemeinsam für Montag, 11. September, zum ökumenischen Gottesdienst zum Gedenken an die Brandnacht am 11. September 1944, an die Anschläge von New York und Washington am 11. September 2001 sowie aller Opfer von Terror und Gewalt bis heute ein. Beginn ist um 18.30 Uhr in der katholischen Innenstadtkirche St. Ludwig, Wilhelminenplatz 9, in Darmstadt.

Die Predigt zum Thema Erinnerungskultur hält Dr. Thorsten Latzel, Direktor der Evangelischen Akademie Frankfurt, der in Darmstadt lebt. Vor der Predigt spricht Oberbürgermeister Jochen Partsch. Die Liturgie leiten Dekanin Ulrike Schmidt-Hesse und Dekan Winfried Klein.
Regionalkantor Jorin Sandau gestaltet den Gottesdienst musikalisch.

Im Anschluss an den ökumenischen Gottesdienst laden die Kirchen in Darmstadt und der Oberbürgermeister ein, gemeinsam zum Kapellplatz zu gehen. Am dortigen Mahnmal werden Kränze für die Opfer von Krieg und Gewalt niedergelegt.

Das Gedenken an die Brandnacht schließt mit dem „Großen Geläut“ aller Darmstädter Kirchenglocken um 23.55 Uhr. Um diese Uhrzeit begann die Zerstörung Darmstadts am 11. September 1944.

Der Gottesdienst ist Teil des Gedenktags der Stadt Darmstadt, der bereits um 11 Uhr mit der ersten Kranzniederlegung durch den Oberbürgermeister auf dem Gräberfeld des Waldfriedhofs beginnt. Nach dem Gottesdienst und der zweiten Kranzniederlegung am Kapellplatz ist um 20 Uhr der Dokumentarfilm „Brandmale“ in der Centralstation zu sehen. Anschließend wird ab 21.45 Uhr der Film „Running with Mum – Der Weg meiner Mutter“ mit Gesprächsrunde gezeigt.

Hintergrund:

In der Nacht vom 11. zum 12. September 1944 war Darmstadt, die damalige hessische Landeshauptstadt, das Ziel von 234 Bombern der fünften Luftflotte der britischen Royal Air Force. Sie zerstörten oder beschädigten rund 80 Prozent der Häuser in der Alt- und der Kernstadt. Rund 12 000 Menschen starben, rund 66 000 von damals 110 000 Stadtbewohnern wurden obdachlos.
Bei den Terroranschlägen am 11. September 2001 in New York und Washington fielen mehr als 3000 Menschen den von der islamistischen Terrororganisation Al Kaida verantworteten Flugzeugentführungen mit anschließenden Selbstmordattentaten auf das World Trade Center und das Pentagon zum Opfer.

Text: Rebecca Keller