Archiv der Kategorie: Pressemitteilung

Einführung Notfallseelsorger

Menschen wie Engel:
Sieben Mitarbeitende der Notfallseelsorge in ihren Dienst eingeführt

Für viele Menschen sind sie wie Engel: Notfallseelsorgerinnen und Notfallseelsorger kommen in unvorhergesehene Krisensituationen hinein, sind da für Menschen, die leiden, hören zu, helfen mit, ein bisschen Ordnung ins Chaos zu bringen. Wie der Engel Raphael im Alten Testament räumen sie nicht gleich alle Probleme aus dem Weg, holen aber Menschen aus ihrer Erstarrung heraus, ermächtigen Menschen, wieder handeln zu können. So beschrieb es Pfarrer Dr. Christoph Klock in seiner Predigt zur Einführung der neuen Mitarbeitenden in der Notfallseelsorge Darmstadt.

Fünf Frauen und zwei Männer aus Darmstadt und dem Landkreis Darmstadt-Dieburg sind in ihren Dienst eingeführt worden. Dekanin Ulrike Schmidt-Hesse und Pfarrer Dr. Christoph Klock, stellvertretender katholischer Dekan, nahmen die Beauftragungen vor, überreichten die Urkunden und sprachen den Ehrenamtlichen den Segen für ihren Dienst zu. Die Pfarrerin der gastgebenden Evangelischen Andreasgemeinde, Karin Böhmer, leitete die Liturgie. In ihren Dienst eingeführt wurden: Susanne Zimmermann (Modau), Veronika Heineken (Darmstadt), Iris Fairley (Griesheim), Detlef Winterstein (Weiterstadt), Annette Rehor (Darmstadt), Marcel Sommer (Weiterstadt) und Natascha Fachinger (Weiterstadt).

„Menschen, die wie Engel erscheinen“, nannte Pfarrer Dr. Christoph Klock die Notfallseelsorgerinnen und Notfallseelsorger in seiner Predigt, „sie kommen unvermutet, für eine kurze Zeit in eine entscheidende, wichtige Lebenssituation.“ Genauso wie die Menschen, die unverhofft in eine Krise geraten sind, kommen die Mitarbeitenden in der Notfallseelsorge in unbekannte Situationen, die sie sich nicht aussuchen können, so Klock. Sie hätten in ihrer Ausbildung gelernt, mit extremen Situationen umzugehen. „Die Wirklichkeit ist aber immer eine andere“, so der Pfarrer von St. Ludwig.

Menschen, zu denen sie kommen, sollen spüren, dass sie als „Mitfühlende da sind, als Menschen, so wie sie sind“. Dazu gehöre auch, offen zu sein für Momente des Schweigens, denn „Leid macht auch stumm“. Mit Feingefühl mögen sie Menschen in Notsituationen helfen, wieder eigene Schritte zu gehen, Lähmung zu überwinden. Unaufdringliche, liebevolle Präsenz zeichne die Notfallseelsorgerinnen und Notfallseelsorger aus, auch wenn sie nicht auf alles eine Antwort haben, so Klock. Ihr eigenes Grundvertrauen könnten sie die Menschen, zu denen sie kommen, spüren lassen.

Dekanin Ulrike Schmidt-Hesse fragte die Einzuführenden, ob sie sich von der christlichen Botschaft leiten und tragen lassen, die Schweigepflicht wahren und untereinander und mit anderen Vertretern der Rettungskette vertrauensvoll zusammenarbeiten wollen, was diese mit „Ja, mit Gottes Hilfe“ beantworteten. Gemeinsam mit Pfarrer Dr. Christoph Klock segnete sie die fünf Frauen und zwei Männer. Sie dankte den Eingeführten, dass sie ihre Kompetenzen und Erfahrungen in diesen „wichtigen und anspruchsvollen Dienst“ einbringen. Sie dankte auch allen anderen anwesenden Mitarbeitenden in der Notfallseelsorge sowie Jens Rönnfeldt, dem stellvertretenden Leiter der Berufsfeuerwehr Darmstadt, für die gute Zusammenarbeit in der Rettungskette.

Pfarrer Heiko Ruff-Kapraun, der die ökumenische Notfallseelsorge gemeinsam mit der katholischen Gemeindereferentin Susanne Fitz vom Bistum Mainz leitet, freut sich über die neuen Mitarbeitenden. Insgesamt gibt es nun 47 ehrenamtliche Notfallseelsorgerinnen und Notfallseelsorger in Darmstadt und Umgebung. „Menschen, die diesen Auftrag annehmen und sich ausbilden lassen, sind für mich Bestätigung und Rückenwind in der gemeinsamen Aufgabe“, so Ruff-Kapraun. „Nur in einem Team können wir den Anspruch, jeder Situation und den Personen gerecht zu werden, einlösen“, sagt Ruff-Kapraun. Routine sei da oft nicht gefragt.

Susanne Fitz hat die Praktikumsphase der Auszubildenden in den vergangenen Monaten begleitet. Auch stand das Leitungsteam hilfreich bei den ersten Einsätzen zur Seite. Nach der Qualifikation, die etwa 70 Stunden umfasst, formuliert eine Teilnehmerin: „Ich möchte Menschen, die plötzlich in eine Notsituation geraten sind, stärken und unterstützen“. Es sei bei dem Dienst sinnvoll, Mitmenschlichkeit zu üben und bereit zu sein, für andere da zu sein.

„Alle Leut“ in Wiesbaden auf der Demo

Demonstration gegen Abschiebungen nach Afghanistan in Wiesbaden

Am Samstag, den 11. Februar, war der Willkommenstreff der Andreasgemeinde unterwegs. Weil vor allem afghanische Mütter mit ihren Kindern teilnehmen und weil einige von ihnen schon an ähnlichen Aktionen teilgenommen hatten, griffen wir die Anregung des Diakonischen Werkes (DW) auf und organisierten einen Bus, der uns zur Demonstration in Wiesbaden brachte. Unter dem Motto „Abschiebestopp nach Afghanistan! Bleiberecht jetzt“ hatte das „Afghan Refugee Movement“ und der Hessische Flüchtlingsrat zum Protest gegen die gegenwärtige Praxis der Bundesregierung und der hessischen Landesregierung aufgerufen.

Der Bus war voll: 27 afghanische Väter, Mütter, und Kinder, dazu 13 Ehrenamtliche. Da DW und Ev. Dekanat sich an der Finanzierung des Busses beteiligten, konnten wir den Fahrpreis erschwinglich gestalten.

In Wiesbaden sprachen bei der Auftaktkundgebung am Hauptbahnhof Vertreterinnen der Trägerorganisationen. Die Argumente waren klar: Afghanistan ist kein sicheres Herkunftsland. Das UNHCR (Flüchtlingshilfe der UNO) widerspricht der Einschätzung der Bundesregierung. Einige Bundesländer haben deshalb die Abschiebung nach Afghanistan gestoppt, z.B. Schleswig-Holstein, Hessen nicht.

Der Demonstrationszug ging dann über die Bahnhofstrasse. Unterwegs riefen die Demonstranten Parolen wie „Keine Abschiebung nach Afghanistan“ oder „Hopp ,hopp, Abschiebung stopp“. „Unsere“ Mütter und Väter machten dabei kräftig mit. Geschart um das große Plakat, das Manfred Weschke gestaltet hatte, kamen wir am Luisenplatz (den gibt es auch in Wiesbaden) an. Dort gab es noch einige Reden. Weil es für die Kinder so besser war und weil wir den Bus auch nur bis 16 Uhr gebucht hatten, verließen wir den Demonstrationszug und gingen zum Hauptbahnhof zurück. Auf der Rückfahrt dankte Andrea Bauer allen Teilnehmenden und sprach die Hoffnung aus, dass das gemeinsame Anliegen gehört und verstanden worden ist, denn ‚wir alle wollen und fordern, dass die Menschen aus Afghanistan in Deutschland bleiben können.‘

Zum Abschluss sangen dann alle das Schlusslied des Willkommenstreffs: „Alle Leut‘, alle Leut‘ gehn jetzt nach Haus“ (deshalb nennen die Kinder dieses Angebot der Andreasgemeinde „Alle Leut“).

Text und Bilder: Frieder Haug

 

Ausbildungskurs Telefonseelsorge

Die Telefonseelsorge startet einen neuen Ausbildungskurs Im März 2017

Die Telefonseelsorge in Darmstadt bietet seit über 40 Jahren Menschen in Krisensituationen rund um die Uhr die Möglichkeit zu einem anonymen und vertraulichen Gespräch unter den kostenlosen Nummern 08001110111 und 08001110222. Die Beratungsarbeit am Telefon leisten ehrenamtliche Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen, die mit einer qualifizierten Ausbildung für diese Tätigkeit geschult wurden.

Wir wollen unser Team erweitern und starten eine neue Ausbildungsgruppe im März 2017. Dieser Kurs umfasst 150 Stunden und findet abends und an Samstagen statt, so dass Berufstätige und Studierende teilnehmen können. Die Leitung haben Diplompsychologin Christiane Rieth und Pastoralreferent Ralf Scholl. Ein Informationsabend dazu findet am Dienstag, 24.1.2017 um 19 Uhr im ökumenischen Gemeindezentrum Kranichstein , Bartningstr. 40, in Darmstadt statt.

Wir bieten:
eine Schulung in Kommunikation und Gesprächsführung, Einblicke in Beratungstechniken, ein spannendes Team von 80 Ehrenamtlichen sowie im Anschluss an die Ausbildung Supervision und Fortbildung – und nicht zuletzt eine anspruchsvolle, sinnstiftende Tätigkeit.

Wir erwarten:
Bereitschaft zur Arbeit an der eigenen Person, Lust auf Arbeit in der Gruppe sowie zwei Jahre ehrenamtliche Mitarbeit am Telefon im Umfang von 12-15 Stunden pro Monat.

Wenn Sie Interesse haben, nehmen Sie jetzt mit uns Kontakt auf über oder unter 06151-43143. Ausführliche Informationen finden Sie auch unter www.telefonseelsorge-darmstadt.de.

Christiane Rieth Ralf Scholl
Telefonseelsorge Darmstadt e.V.
Postfach 11 14 08
64229 Darmstadt

www.telefonseelsorge-darmstadt.de

NIKOLAUS auf LINCOLN

Der Nikolaus kommt auf die Lincoln-Siedlung! So stand es im Gemeindebrief der Andreasgemeinde -zu dem dieses Kirchngebiet gehört- und auf den Plakaten und Briefkästen in allen Häusern. Eine Einladung an alle auf Lincoln wohnen Eltern mit ihren Kindern zum Nikolaus in den Pavillon auf Lincoln zu kommen. Uns sie kamen! Von den beiden Quartiermanagerinnen Petra Elmer und Ingrid Erdmann sowie von Pfarrerin Karin Böhmer herzlich begrüßt und zum Verweilen eingeladen beim Sternebasteln, Lebkuchenessen und Malen und alles was Kinderherzen höher schlagen lässt. Mit dabei sind auch von der Andreasgemeinde, der Vorsitzende des Kirchenvorstands Karlheinz Friedrich und der KV-Beauftragte für DRiN und Lincoln Herbert Gunkel und die Konfirmanden.

Preisübergabe für Kinder und Jugendarbeit

Nicht nur der Nikolaus beschenkt die Kinder, auch die Andreasgemeinde wurde beschenkt. Man hatte sich auf einen Preis beworben, der von der Kinder- und Jugendstiftung der Evangelischen Jugend der EKHN ausgeschrieben war und wurde ausgewählt für die inklusive, interkulturelle und interreligiöse Art, wie die Andreasgemeinde in das neue Quartier Lincoln hineingeht, dabei ist und Nachbarschaft lebt um gemeinsam Räume zu entdecken und das Quartier weiter zu entwickeln. [Wie die Aktivitäten der Nachbarschaftsrunde und bspw. das Begegnungsfest ‚Sommer auf Lincoln‘ unlängst bewiesen haben.].
So ist vom Kuratorium der Landesjugendpfarrer Gernot Bacht Leucht gekommen um den Preis über tausend Euro mit Urkunde an die Pfarrerin und den KV-Vorsitzenden zu überreichen.

Im Pavillon, alles festlich geschmückt, der Bauverein hat einen Weihnachtsbaum spendiert und es riecht nach adventlichen Köstlichkeiten. Etwa vierzig bis fünfzig Kinder, auch Kleinkinder mit ihren Müttern und den größeren Geschwistern sind gekommen und Väter, Eltern; an die dreißig Erwachsene. So haben die Quartiersmanagerinnen und Helfer alle Hände voll zu tun. Zunächst werden Lieder gesungen, ja der Nikolaus herbeigesungen und durch die Fensterscheiben des Pavillons hat man einen Ausblick auf die Baumgruppe vor der Heidelberger Straße. Eine Stimmung wie bei Waldweihnacht!

Der Nikolaus lässt sich zunächst erzählen, was die Kinder von ihm wissen? – Da werden viele Geschichten zum Besten gegeben die dem Bischof von Myra, huetige Türkei zugeschrieben werden. Klar ist, dass er ein kinderliebender Priester und Abt gewesen ist, der sich für die Kinderrechte einsetzte und Süßigkeiten verteilte und auch mit dem Kirchenschatz Gutes tat. Mit dem Lied: nun lasst uns froh und munter sein, geht die Bescheerung voran. Die Konfirmanden helfen, quasi als Wichtel aus, damit alle Kinder in den Genuss der Gaben kommen. Apfel, Schokoladennüsse und St. Nikolaus in Schokolade. Die Kinderaugen strahlen, die Eltern, wo sie auch herkamen finden es schöner, als sie sich das vorgestellt hatten.

Ein wunderbarer Nachmittag im Pavillon, da sich die Kinder und Eltern wohl und aufgehoben fühlten geht nach fast drei Stunden zu Ende. Nicht ohne Verabredungen zur gegenseitigen Kinderbereuung und was sich sonst noch über die Quartiersmanagerinnen organisieren lässt. Danke Andreasgemeinde!

Bericht von Herbert E. Gunkel, Kirchenvorsteher und Beauftragter für DRiN-Projekt und Nachbarschaftsrunde: Willkommen Lincoln

Kurs ehrenamtliche HospizbegleiterInnen

Ihr habt mich besucht …

Ehrenamtliche Hospizbegleiter_innen gehen den Weg gelebter Menschlichkeit, sie stellen einen Teil ihrer Freizeit in den Dienst der Begleitung Sterbender und ihrer Angehörigen. Das geschieht vor allem in der vertrauten Umgebung zu Hause, in Pflegeeinrichtungen, seit 2011 auch im Elisabethen-Hospiz und seit diesem Jahr auch im Krankenhaus.

Der Evangelische Hospiz- und Palliativ-Verein Darmstadt e.V. hat mit der Qualifizierung zur Lebensbegleitung schwerstkranker und sterbender Menschen eine Möglichkeit geschaffen, sich mit der Thematik auseinanderzusetzen.

Für die ehrenamtliche Begleitung Sterbender und deren Zugehörigen ist Wissen über Alter, Krankheit, Abschied, Trauer, Sterben und Tod gefragt. Vor allem aber geht es um das aushalten und sprechen können über das für alle Unfassbare.

Fachbezogene Themen sind Spiritualität, Krankheitsbilder, Kommunikation, Patientenverfügung, Sterben, Tod, Bestattung, der Umgang mit der eigenen Trauer und die palliative Versorgung am Ende des Lebens.

Die Ehrenamtlichen lernen in neun Monaten, da zu sein, zu reden oder zu schweigen. Sie sind sensibel dafür, auf ihre innere Stimme zu hören, Sterbende und ihre Angehörigen zu begleiten mit Worten, mit Schweigen, mit Hilfen, wenn das nötig ist.

Der neue Kurs beginnt am 8. September 2016. Einen Informationsabend dazu gibt es am
Montag, dem 13. Juni um 18 Uhr in der Stiftstraße 12a, Haus Salem (neben der Stiftskirche).
Anmeldung dazu bitte bei Anneli Lichtenberger oder Anette Rehor, Koordinatorinnen des Ambulanten Hospizdienstes, Tel. DA/ 599 43 99 oder Mail an:

Willkommen in der Mustergemeinde

Vielleicht kennen Sie ja die Flyer des Medienhauses der EKHN für Ihren Gemeinde-Web-Baukasten und Ihre Werbung dazu aus der Evangelischen Sonntagszeitung vom 21.2.2016, in der Beilage „Erfolgreiche Gemeindearbeit“ auf Seite III. Man sieht auf diesem Werbematerial den schönen Kirchsaal unserer Andreasgemeinde mit Altar, das Logo unserer Gemeinde und ein Layout einer Webseite, dass auch wegen des verwendeten Bildmaterials, der unseren auf den ersten Blick doch zum verwechseln ähnlich ist.

Ist die Andreasgemeinde Darmstadt die Mustergemeinde des Medienhauses der EKHN?

Nun, unser Internetauftritt wurde aber nicht mit dem Web-Baukasten des Medienhauses erstellt, sondern ist eine individuelle Lösung, die eigens durch meine kreative ehrenamtliche Arbeit für die Andreasgemeinde Darmstadt entwickelt wurde. Ebenso ist das Bildmaterial, das seitens des Medienhauses verwendet wurde, niemals zu diesem Zweck freigegeben, ja noch nicht einmal bei den entsprechenden Urhebern direkt angefragt worden. Offiziell wohl ein „Versehen“, wie dies in einer Klarstellung in der Evangelischen Sonntagszeitung vom 6.3.2016 auf Seite 7 nachzulesen ist. Inoffiziell ist die Andreasgemeinde Darmstadt unfreiwillig dann wohl doch so etwas wie die Mustergemeinde hinter den Musterseiten der Werbekampagne des Medienhauses der EKHN geworden.

Kichsaal+Logo_Andreasgemeinde
Mit diesem Bildern von unserer Webseite wirbt das Medienhaus für seinen Web-Baukasten

Dass die Qualität unserer ehrenamtlichen, insbesondere aber auch der meinen mediengestaltenden Gemeindearbeit, so viel Anerkennung findet, freut mich, trotz des Ärgers und der damit verbundenen schlaflosen Nächte, letzten Endes dann doch noch.

Heiko Schock

Neues Mitglied im Kirchenvorstand

Letzten Oktober wurde Herbert Gunkel noch mit der silbernen Ehrennadel der EKHN geehrt. Seit dem 1. März ehrt Herbert Gunkel uns nun selbst durch seine Mitarbeit als neues Mitglied im Kirchenvorstand der Andreasgemeinde Darmstadt.

Herr Gunkel, der schon bei der Wahl im April 2015 für unseren Kirchenvorstand kandidierte, war bislang Diakoniebeauftragter der Gemeinde, sowie Ansprechpartner für unser Projekt mit „Drin“.

Wir wünschen Herbert Gunkel viel Erfolg und Gottes Segen bei seiner neuen Aufgabe.

Waffengewalt lockt mit schnellen Wirkungen

Synode fordert UN-Mandat für Kampf gegen den IS

Frankfurt a.M. 28. November 2015. Die Synode der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau (EKHN) hat
sich am Samstag deutlich gegen Kampfeinsätze deutscher Truppen im Nahen und Mittleren Osten ausgesprochen. Militärische Mittel seien nicht geeignet, den Terror des sogenannten Islamischen Staats erfolgreich zu bekämpfen, heißt es in einer Resolution, die die Synode auf ihrer Tagung in Frankfurt am Main beschloss. Waffengewalt locke zwar mit schnellen Wirkungen. Die Erfahrungen aus Afghanistan und dem Irak hätten aber gezeigt, dass Militäreinsätze „nach der Logik eines Territorialkrieges“ nicht geeignet seien, islamistischen Terror zu bekämpfen, zumal er inzwischen „in den Köpfen vieler Menschen in vielen Ländern entsteht“. Stattdessen hätten die Militäreinsätze „eine ganze Region destabilisiert, viele Millionen Menschen ins Elend gestürzt, den islamistischen Terror gestärkt und die Flüchtlingsbewegungen dieser Tage mit ausgelöst“. Bei den aktuell geplanten Einsätzen fehle zudem ein UN-Mandat.

Freundschaftsdienst für Frankreich

Die Synode betont das freundschaftliche Verhältnis Deutschlands zu Frankreich. Dabei sei „der größere Freundschaftsdienst manchmal nicht das schnelle Mitgehen, sondern das „Stellen kritischer Fragen“. So fragt die Synode: „Ist es wirklich klug, allein auf Stärke zu setzen und Vergeltung zu üben? Ist die rechtliche Grundlage dafür wirklich tragfähig? Sind die Folgen eines erweiterten Kampfeinsatzes genügend bedacht? Sind die Ziele konkret genug definiert und sind sie überhaupt mit diesen Mitteln erreichbar? Werden die Folgen für die Lage in Syrien und im Irak richtig eingeschätzt?“

Sorgsam Maßnahmen prüfen

Die Resolution mit dem Titel „Der Frieden kann nicht mit Waffen gewonnen werden“ spricht sich dafür aus, „sorgsam zu prüfen“, mit welchen Maßnahmen Frieden und Freiheit verteidigt und gesichert werden können. Der Gewalt von Terrorbewegungen sollten Mittel des Völkerrechtes wie ein UN-Mandat und wirtschaftlicher Druck wie Sanktionen, Embargos, das wirksame Unterbinden von Waffenexporten und Geldströmen entgegengestellt werden. Gleichzeitig sprach die Synode ihre Solidarität mit den trauernden Menschen in Frankreich und der Opfer von terroristischen Gewalttaten aus: „Mit ihnen sind wir erschrocken über die Brutalität und Menschenverachtung, mit der so viele ermordet wurden.“

Wortlaut der Resolution
Resolution der Kirchensynode der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau
FRIEDEN KANN NICHT MIT WAFFEN GEWONNEN WERDEN

Wir trauern mit vielen Menschen um die Toten der Terror-Anschläge in Paris. Mit ihnen sind wir erschrocken über die Brutalität und Menschenverachtung, mit der so viele ermordet wurden. Wir teilen mit den Menschen in Frankreich den Wunsch, in Frieden und ohne terroristische Bedrohung zu leben. Der sogenannte Islamische Staat will diesen Frieden zerstören.

Für uns ist selbstverständlich, dass sich Deutschland mit seinem befreundeten Nachbarn Frankreich solidarisch zeigt. Manchmal ist der größere Freundschaftsdienst nicht das schnelle Mitgehen, sondern das Stellen kritischer Fragen. Ist es wirklich klug, allein auf Stärke zu setzen und Vergeltung zu üben? Ist die rechtliche Grundlage dafür wirklich tragfähig? Sind die Folgen eines erweiterten Kampfeinsatzes genügend bedacht? Sind die Ziele konkret genug definiert und sind sie überhaupt mit diesen Mitteln erreichbar? Werden die Folgen für die Lage in Syrien und Irak richtig eingeschätzt? In Syrien sterben viele Menschen nicht nur durch IS-Gewalt, sondern auch durch die Waffen der Assad-Armee und verschiedener anderer Milizen.

In den vergangenen Jahren gab es einige Versuche, mit Militäreinsätzen in Afghanistan und im Irak islamistischen Terror zu bekämpfen. Dies ist nicht gelungen. Im Gegenteil, die damit einhergehende Destabilisierung dieser Länder und ihrer Regionen hat viele Millionen Menschen ins Elend gestürzt und den islamistischen Terror gestärkt. Sie hat zudem die Flüchtlingsbewegungen dieser Tage mit ausgelöst.

Heute kann der islamistische Terror keiner einzelnen Region mehr zugeordnet werden. Er kann deshalb auch nicht nach der Logik eines Territorialkrieges überwunden werden. Der Terror entsteht in den Köpfen vieler Menschen in vielen Ländern. Dem muss deshalb an vielen Orten und mit vielen Mitteln entgegen gewirkt werden. Dies ist eine langfristige Herausforderung, die langen Atem, Besonnenheit, Mut zur Geduld und kreative Ideen erfordert. Waffengewalt lockt mit schnellen Wirkungen, doch sie führt nicht zum Erfolg.

Wir treten dafür ein, sorgsam zu prüfen, mit welchen Mitteln Frieden und Freiheit wirklich verteidigt und gesichert werden können. Wir treten dafür ein, die Gewalt jeglicher Terrorbewegungen mit den Mitteln des Völkerrechts (UN-Mandat), der Ökonomie (wirksames Wirtschaftsembargo, Stoppen der Geldströme, dem Stopp von Rüstungsexporten, Sanktionen gegen Unterstützer) und Argumentation zu bekämpfen. Dies ist eine gemeinsame Aufgabe aller friedliebenden Menschen, aller Staaten und aller Religionsgemeinschaften. Als Christinnen und Christen sind wir überzeugt: Frieden kann nicht mit Waffen gewonnen werden.

Frankfurt, 28. November 2015
Verantwortlich: Pfarrer Volker Rahn, Pressesprecher

PM-147-15 Resolution-Militäreinsätze-Final

Spende von Real an unser Kinderhaus

Spende von Real über 1000 Euro an Kinderhaus Bessungen der Ev. Andreasgemeinde

Spende Kinderhaus Bessungen_771x1000pxDie Einzelhandelskette Real hat dem Kinderhaus Bessungen, der Kindertagesstätte der Evangelischen Andreasgemeinde, 1000 Euro gespendet. Am Dienstag haben Geschäftsleiter Wladimir Befus und die Mitarbeiterin der Personalabteilung, Ute Schäfer, von Real in Darmstadt einen Spendenscheck an Kita- Leiterin Sabine Rühl überreicht. Die Kinder sangen mit den Erzieherinnen zum Dank ein Lied und versorgten die Gäste mit Getränken. Das Geld soll zur Reparatur der Rutsche auf dem Außengelände der Kita verwendet werden.

Die Firma Real spendet im Rahmen ihres „Familymanager“-Programms seit 2003 jeden Monat einer Kindertagesstätte in Deutschland 1000 Euro. Jedes Jahr war auch eine Einrichtung aus Darmstadt dabei. Bereits vor acht Jahren hatte der Vorsitzende des Kirchenvorstands der Evangelischen Andreasgemeinde, Karhlheinz Friedrich, eine Bewerbung an Real gerichtet. Jetzt erhielt das Kinderhaus den Zuschlag. Die Spendenempfänger werden per Los ermittelt.

Quelle: Evangelisches Dekanat Darmstadt-Stadt
Foto: Karlheinz Friedrich