Archiv der Kategorie: Allgemein

Grußwort von Karin Böhmer

Liebe Leserinnnen und Leser,

„Fröhlich soll mein Herze springen dieser Zeit, da vor Freud alle Engel singen“.

Ja, es ist wieder soweit: Die Zeit des Advent beginnt und mit ihr diese besondere, verheißungsvolle Geschäftigkeit auf Weihnachten hin. Plätzchen backen, für das Krippenspiel proben, Geschenke aussuchen und einpacken, besondere Gottesdienste, Einladungen hin und her, schlendern über Weihnachtsmärkte. Vieles ist zu tun. Advent ist schließlich eine Zeit der Vorbereitung und Vorfreude auf ein ganz besonderes Fest: die Geburt des Gotteskindes von der „mit lauten Chören alle Luft laute ruft“, wie Paul Gerhard in seinem Lied
weiter dichtet.

Manchmal können wir im Advent alles zu unserer Zufriedenheit vorbereiten, so dass wir ganz entspannt Weihnachten feiern können. Es kann aber auch geschehen, dass wir uns total erledigt fühlen von all
den Dingen, die es zu bedenken gab. Dann ist es gut, sich zu erinnern:
bei allem, was wir gestalten und planen – machen können wir Weihnachten nicht. Es geschieht einfach. Und das ist vielleicht das allergrößte Geschenk, das uns in diesen Tagen gemacht wird. Von Gott. Weihnachten geschieht.

Geschehen lassen – unsere große Stärke ist das nicht. Dabei öffnet sich gerade nach den Weihnachtsfeiertagen ein wunderbarer Zeitraum genau dafür: die Tage „zwischen den Jahren“.

Eine ganz besondere Zeit. Zählen wir das Jahr nach Mondmonaten, entsteht am Ende des Jahres ein Überhang von dreizehn Nächten und Tagen als Differenz zum Sonnenjahr. Diese Nächte zwischen Weihnachten und Epiphanias werden auch Raunächte (Jörg Zink „Heilige Nächte“) genannt.

In dieser Zeit darf Weihnachten nachklingen, in uns ankommen. Auch mit dem, was an Weihnachten nicht gelungen ist, was ausgeblieben ist und nicht erfüllt wurde. Es geht ums sein lassen, ums nichts tun müssen. Ein „heiliges Ausruhen“ hat es eine Freundin von mir einmal genannt. Was ist, wird in Gottes Hände übergeben. Dort bleibt es, dort wird es gewandelt, und von dort wird kommen, was das neue Jahr für uns bereit hält, auch neue Kräfte und neue Ideen.

Ich wünsche Ihnen und Euch eine gesegnete Zeit, im Vorbereiten, Feiern und Geschehen lassen

Ihre Pfarrerin
Karin Böhmer

Klausurtagung des Kirchenvorstands am 4. und 5. November 2017

Zur Klausurtagung am ersten Wochenende im November erscheinen die Mitglieder des Kirchenvorstands der Andreasgemeinde komplett. Ein guter Anfang! Die Stimmung zu Beginn bewegt sich in der Bandbreite von „unsicher“ bis „erwartungsvoll“.

Die 1. Einheit: Thema Abendmahl.
Was gibt es da für Erfahrungen aus früheren Zeiten: düstere Stimmung, Knien auf Bänken, Kampf mit am Gaumen klebenden Oblaten… Da hat sich doch einiges geändert. Heute gibt es glücklicherweise gute Erfahrungen mit dem Abendmahl: Leichtigkeit, Gemeinschaft, Stärkung…!
Die Arbeit an den Texten im Neuen Testament zeigt: Die Erzählungen vom letzten Mahl Jesu am Abend vor seiner Kreuzigung mit seinen Jüngerinnen und Jüngern weichen voneinander ab. Auch die ersten Christengemeinden gestalteten die Mahlfeier unterschiedlich. Im Zuge des Reformationsjubiläums befasst sich der KV natürlich auch mit den unterschiedlichen Auffassungen der katholischen Kirche, der Lutheraner und Reformierten. Und wir sind dankbar, dass hier unter evangelischen Christen die Streitpunkte weitgehend überwunden sind. Dankbar auch
für den Reichtum der Formen, das Abendmahl feiern zu können. So gibt es auch Erfahrungen von Festlichkeit, Verbindung mit dem Leben Jesu (nicht nur mit seinem Tod), Dank für die Gaben Gottes.

Der nächste Schwerpunkt unserer Tagung bildet das „Haus“ unserer Gemeinde, konkret das Gebäude, im übertragenen Sinn auch die Gemeinde. Wir werden uns der Schätze dieses „Hauses“ bewusst und fragen uns, was es noch „braucht“, um zu „gedeihen“. Wir packen zwei Themen konkret an und sind am Ende stolz auf unsere Ergebnisse.

Am Sonntag bildet der von allen gestaltete Gottesdienst – natürlich mit Abendmahl! – den Mittelpunkt. Mutig stellen wir uns dem schwierigen Predigttext des heutigen Sonntags aus dem Evangelium von Matthäus,
Kap. 10, 34ff: „Ich bin nicht gekommen, Frieden zu bringen, sondern das Schwert…“.
Der Blick auf wichtige Termine im kommenden Jahr (50 Jahre Kinderhaus! 60 Jahre Andreasgemeinde!) beschließt die Tagesordnung.
Und am Ende bleibt die Dankbarkeit für gute Gespräche, unerwartete Erkenntnisse, neue Anregungen, inneres Berührt Sein, die vertrauensvolle Atmosphäre, Zufriedenheit mit dem Erreichten!
Sie haben Lust auf „mehr“? Kommen Sie zur Gemeindeversammlung am 4.2.2018!

Hannelore Schulz, Kirchenvorstand

Grußwort von Karin Böhmer

Liebe Leserinnnen und Leser,

Wo dein Herz ist, da ist auch dein Schatz. Oder: Wo dein Schatz ist, da ist auch dein Herz. So sagt Jesus in seiner sogenannten Bergpredigt, aufgeschrieben im Matthäus-Evangelium (6,19-21).
Jesus fragt: Woran hängt dein Herz? Was oder wer ist dir wichtig in deinem Leben? Wonach sehnst du dich? Das kann sehr verschieden sein.
Es ist wichtig und spannend immer mal wieder darüber nachzusinnen:
Woran hängt mein Herz? Was ist es für Sie, für Dich im Moment?

Jetzt im Herbst und besonders am Erntedankfest ist die Zeit reif genau dafür: Uns die Schätze, die wir in unserem Leben haben und genießen können, mal ins Bewusstsein rufen, einsammeln, ernten – so wie wir reife Äpfel vom Baum pflücken oder Kastanien auflesen – und danke sagen!
Danke sagen und wahrnehmen, welchen Reichtum wir in unserem Leben haben.
Jeder Apfel, jede Karotte, jede Blume in dem Erntedank – das Mandala auf dem umseitigen Titelblatt, mag für etwas stehen, was wir erfahren und erlebt haben im vergangenen Jahr, wofür wir dankbar sind.

Und wenn uns beim Erinnern und Sammeln auch das vor Augen steht, was nicht so gelungen, vielleicht sogar schwer und schmerzhaft war:
Gott ist nicht nur da zu finden, wo unser Leben glücklich, erfolgreich und stolperfrei ist, sondern auch da, wo „der Wurm drin ist“. Gott wickelt seinen Segen zart und kunstfertig ein und bringt ihn in unser Feld und Brot, in unser ganzes Leben, mit allem, was dazu gehört. So werden wir mit dem schönen Lied „Wir pflügen und wir streuen“ auch in diesem Erntedank-Familiengottesdienst wieder singen. „Gottes Barmherzigkeit und Liebe hat kein Ende, sie ist alle morgen neu und Gottes Treue ist groß!“

Das ist der himmlische, der unvergängliche Schatz auf den wir immer bauen können.
Mit dem Herzen können wir ihn finden.

Herbstliche Grüße,
Ihre Pfarrerin

Karin Böhmer

Grußwort von Karin Böhmer

Liebe Leserinnnen und Leser,

Auf brechen ist das Thema, das wir in diesem Sommer in der Andreasgemeinde besonders in den Blick nehmen wollen. Wenn wir auf brechen, nehmen wir Neues in den Blick, lassen Gewohntes zurück und öffnen uns für Veränderungen.

So, wie die drei  Frauen der Reformation, die wir in der diesjährigen Reihe „Sommergottesdienste im Innenhof“ zu Wort kommen lassen wollen: Katharina Luther, Argula von Grumbach und Katharina Zell. Ihre Geschichten erzählen von den neuen Horizonten, die sich auftun, wenn wir es wagen, neue Wege auszuprobieren. Sie  zeigen aber auch die Ambivalenzen und Probleme,  die zu bewältigen sind, wenn wir vertraute Pfade verlassen. Manchmal braucht es all unseren Mut, um einer neuen Einsicht zu folgen und den ersten Schritt in ein neues Leben zu tun.  Und nicht immer geschehen Auf brüche freiwillig. Nach wie vor erleben wir, wie sich weltweit Menschen auf den Weg machen, weil sie, bedroht von Krieg, Gewalt, Hunger oder Klimaveränderung  einfach überleben wollen. Sie suchen ein anderes Leben, Schutz und Gerechtigkeit.

„Türen öffnen – neue Wege gehen“ – unter diesem Motto nehmen wir die unterschiedlichen Dimensionen von Auf brechen bei unserem diesjährigen Sommerfest in den Blick. Denn die Andreasgemeinde hat an vielen Stellen neue Wege eingeschlagen: Sie hat sich mit ihrem Willkommenstreff geöffnet für geflüchtete Menschen. Sie macht sich mit dem Umweltmanagement „Grüner Hahn“ stark für Nachhaltigkeit und Umweltschutz. Sie weitet ihren Blick in den Stadtteil hinein und fördert im DRIN-Projekt nachbarschaftliches Engagement in der neu entstehenden Lincoln-Siedlung.

„Ich will euch segnen und ihr werdet Segen sein“, diesen Zuspruch hören Abraham und Sara als sie alles hinter sich lassen und auf Gottes Aufforderung hin aufbrechen in ein neues Land. Gott schenke auch uns Vertrauen für unser Aufbrechen und Mut zu all den Veränderungen, die notwendig sind, damit Menschen miteinander gut leben können.

Einen gesegneten Sommer wünscht
Ihre Pfarrerin

Karin Böhmer

Grußwort von Karin Böhmer

Liebe Leserinnnen und Leser,

die ersten Schneeglöckchen recken ihre weißen Köpfe aus der dunklen Erde und bald werden Krokusse und Osterglocken sich ihren Weg ans Licht bahnen. Die Sonne steigt höher und höher, unsere fünf Pfarrhaus-Zwerghühner legen Ei um Ei. Kein Zweifel: Der Frühling kommt.

Auferstehung überall.

Und doch fragen sich nicht nur die Konfirmandinnen und Konfirmanden bei ihrer Beschäftigung mit dem Glaubensbekenntnis: Auferstehung von den Toten? Wie soll das gehen? Und dann auch noch daran glauben? Auch Kurt Marti, Schweizer Theologe und Dichter, erst kürzlich am 11. Februar 2017 96-jährig in Bern verstorben, fragt in einem seiner Gedichte:

Ihr fragt, wie ist die Auferstehung der Toten?
  Ich weiß es nicht.
Ihr fragt, wann ist die Auferstehung der Toten?
  Ich weiß es nicht.
Ihr fragt, gibt es eine Auferstehung der Toten?
  Ich weiß es nicht.
Ihr fragt, gibt es keine Auferstehung der Toten?
  Ich weiß es nicht.

Auch ich habe keine wissenschaftliche Erklärung geschweige denn irgendwelche Beweise. Und dennoch freue ich mich schon jetzt auf den Gruß an Ostern im Gottesdienst: „Christus ist auferstanden!“ „Er ist wahrhaftig auferstanden!“ Ja! Dieser frohen Botschaft will ich mich anvertrauen: Das Leben ist stärker als der Tod. Sie schenkt mir Kraft, in Zeiten von Angst, Ohnmacht und Resignation. Und so beendet auch Kurt Marti sein Gedicht:

Ich weiß nur, wonach ihr nicht fragt:
  Die Auferstehung derer, die leben.
Ich weiß nur, wozu Er uns ruft:
  Zur Auferstehung heute und jetzt!

Herzlich grüßt Ihre Pfarrerin

Karin Böhmer

Grußwort von Karin Böhmer

Liebe Leserinnnen und Leser,

Auf der Suche nach dem Weihnachtsstern, den ich in der Advent- und Weihnachtszeit so gerne
ans Fenster hänge, fällt mir ein kleiner Stempel zum Verschönern von Weihnachtspost in die Hände.

Jauchzet

ist darauf zu lesen. Was für ein schönes Wort! Benutzen wir es eigentlich noch im alltäglichen Sprechen, frage ich mich und probiere den Stempel sofort aus. Lese oder höre ich „jauchzen“, denke ich sofort an Kinder, an ausgelassene Freude, an Spiel, Spaß und Begeisterung. Wann war ich das letzte Mal „ganz aus dem Häuschen“ und habe mein Entzücken lauthals zum Ausdruck gebracht? Am ehesten noch beim Tanzen oder Singen.

Jauchzet

Mit Jauchzen und Frohlocken beginnt auch das Weihnachtsoratorium von Johann Sebastian Bach. Die Freude, der Jubel über die Geburt Gottes will in die Welt hinaus. Mit Pauken und Trompeten.
„Wohl dem Volk, das jauchzen kann“, so Psalm 89,16 in der Bibel. Wie wahr. Auch bei Bach wird es nach dem Jauchzen erstmal stiller und der Chor stimmt sehnsüchtig die Frage an „Wie soll ich dich empfangen?“.

Jauchzet

Bei mir daheim hängen jetzt hier und da kleine Zettel. Im Bad am Spiegel. Im Büro am PC. Erinnern mich mit einem Wort: Du hast allen Grund, dich zu freuen. Die Liebe ist unterwegs. Sie hat es schwer. Aber sie hört nicht auf um Einlass zu bitten. Bei mir. Bei dir. In der Welt.

Ich wünsche Ihnen und euch eine gesegnete Zeit.

Karin Böhmer

Anmeldung zu den Bessunger Ferienspielen 2016

„Pippi Langstrumpf“ und „Robin Hood“ nach den Erzählungen von Astrid Lindgren und Howard Pyle

Von Montag, den 18.07.2016, bis Freitag, den 22.07.2016, und von Montag, den 25.072016, bis Freitag, den 29.07.2016, jeweils 9:00 – 15:30 Uhr, finden in der Ev. Paulusgemeinde für Kinder zwischen 6 und 12 Jahren die Bessunger Ferienspiele 2016 statt.

In der ersten Woche kommst du mit uns nach Schweden zu einem Besuch bei Pippi Langstrumpf in der Villa Kunterbunt. Gemeinsam mit Pippi, Tom und Annika gibt es viel zu erleben und zu entdecken. Es wird kunterbunt in dieser Woche.

Die zweite Woche steckt voller Spannung und Abenteuer. Begleite Robin Hood im Sherwood Forest. Komm mit uns auf einen Streifzug durch den Wald und erlebe spannende Abenteuer. Bist du bereit?

Es erwarten dich Tage voller Spiel, Spaß, Ausflügen, Theater, kreativen Angeboten, Tanz, Geschichen und vieles mehr. Die Bessunger Ferienspiele werden von einem Team ehrenamtlicher Jugendlicher und junger Erwachsener unter der Leitung der Gemeindepädagogin für Bessungen geplant und durchgeführt.

Der Teilnehmerbeitrag beträgt pro Woche 50,00€. Die Anmeldung ist möglich über das Anmeldeformular im Flyer. Im Flyer finden Sie alle weitern wichtigen Informationen. Die Anmeldung mit dem Flyer finden Sie ab Montag, den 11.04.2016, unter www.andreasgemeinde-darmstadt,de, www.paulusgemeinde-darmstadt.de und www.petrusgemeinde-darmstadt.de.

Laden Sie sich das Anmeldeformular herunter, drucken Sie und füllen Sie es aus, geben Sie es im Gemeindebüro der Ev. Paulusgemeinde, Niebergallweg 20, ab oder werden Sie es in den Briefkasten des Gemeindebüros und zwei Wochen voller Spannung und Abenteuer können für Ihr Kind beginnen.

Ab Montag, den 11.04.2016, liegt der Flyer mit den Anmeldeformular auch in den Bessunger Gemeinden aus. Bei Fragen steht Ihnen die Gemeindepädagogin für Bessungen, Regine Häge, unter 06151 3530148 oder per Mail gerne zur Verfügung.

 

Flyer und Anmeldeformular:
Bessunger Ferienspiele Flyer und Anmeldeformular

Ostern 2016

Frohe Ostern!

Der Ostersonntag ist einige Tage her, die Festlichkeiten zu Ende, die Gästezimmer wieder leer und beim Einkaufen im Supermarkt ist wieder Normalität eingekehrt. Die Feiertage rund um Ostern sind wohl die bedeutendsten Feste der Christenheit. Ich hatte mich selten so intensiv mit den Festen und ihren Ritualen auseinandergesetzt wie in diesem Jahr. Vielleicht ein guter Anlass, über das Geschehen zu Ostern in unserer Andreasgemeinde zu berichten.

Jugend-Event zum Ostergeschehen

Den Anfang machte die Jugend. Schon etwa zwei Wochen vor dem Ostersonntag fand ein Jugend-Event zum Ostergeschehen, zwar nicht in der Andreasgemeinde, sondern in der Pauluskirche statt. Geplant und durchgeführt wurde diese Veranstaltung gemeinsam für alle Jugendlichen der Region Bessungen. Viele Konfi-Gruppen aus Darmstadt fanden den Weg zu den Stationen, die an den Kreuzweg Jesu angelehnt waren. Bilder zeigten die historischen Orte in Jerusalem, wie sie sich heute darstellen. Bilder, Geräusche und Texte luden zum Nachdenken, Schreiben oder zum Austausch ein.

Gründonnerstag

Sedermahl in der Andreasgemeinde

Der Abend des letzten Zusammentreffen Jesu mit seinen Jüngern. Als Ursprung unseres Abendmahls wurde zu diesem Gedenken, schon vor einigen Jahren ein besonderes Ritual in der Andreasgemeinde eingeführt. Eine Tafel, gedeckt wie im Restaurant, so fand ich den Kirchsaal an diesem Abend vor. Dieser besondere Gottesdienst wurde mit Elementen des jüdischen Sedermahls gefeiert. Das ritualisierte Sprechen, Essen und Trinken ließen die Tradition erleben, in der Jesus wohl einst mit seinen Jüngern das jüdische Passahfest beging. Das letzte Mahl Jesu, wohl im Bewusstsein um seinen nahen Tod.

Karfreitag

Das Sterben Jesu. Die Evangelien berichten vom grausamen Tod Jesu am Kreuz, mit allem Leid, die der Mensch Jesus erlitten hatte. In der Erinnerung an den Tod Jesu, wurde der Kirchenschmuck entfernt und der Altar leer geräumt. Zuletzt befanden sich nur eine Dornenkrone und ein brennendes Grablicht auf dem Altar. Stille und Gedenken an die Situation, in der sich die Anhänger von Jesus wohl befunden hatten.

Die Osternacht

So dunkel wie die Szenerie vom Karfreitag, so finster noch der Kirchsaal, in dem sich die Andreasgemeinde in der Osternacht versammelt hatte.

Nach einer Zeit der Trauer wollten Maria Magdalena und die „andere Maria“ Abschied von Jesus nehmen und gingen noch einmal zu dessen Grab. In dieser Osternacht berichtet ein Engel den beiden Frauen, die das leere Grab vorfinden, von einem der größten Wunder in der Geschichte Jesu: seiner Auferstehung.

Am Osterfeuer im Innenhof der Gemeinde wurde die Osterkerze entzündet und an ihr viele andere Kerzen, die zurück in den Kirchsaal gebracht wurden und ihn wieder erleuchteten. „Er ist wahrhaftig auferstanden“ wurde von der Gemeinde wiederholt, nachdem über die Auferstehung und das Erscheinen von Jesus vor den beiden Frauen berichtet wurde. Nachdem das Licht und damit das Symbol für die wiederkehrende Hoffnung zurück in die Gemeinde gekommen war, wurde der Altar erneut geschmückt.

Ostersonntag

Der Familiengottesdienst mit Abendmahl bildete schließlich den fröhlichen Höhepunkt der Feiern um Ostern. Mit dem Ostersonntag nun, schließt sich der Kreis meines Berichts vom Anfang. Seit der Osternacht wünschen wir uns „Frohe Ostern“ und die Passionszeit ist zu Ende.

IMGP0330s_1000x400pxDer Gottesdienst, bei dem von Kindern ein dunkles Kreuz in der Mitte des Kirchsaals mit Blumen geschmückt wurde, bot noch einen weiteren, besonderen Höhepunkt für die Familien der Andreasgemeinde. Das anschließende Ostereiersuchen auf dem Gelände der Kindertagesstätte, bei dem alle Kinder gemeinsam suchten, aber auch alle abschließend das Gefundene gerecht untereinander aufteilten.

Eine schöne Tradition, so finde ich, die ein wenig anders funktioniert, als man es hätte erwarten können. Vielleicht hat sie sich ja auch deswegen bis heute gehalten.

Heiko Schock

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Die Gestaltung einer Nachbarschaft

Jahrelang war es still um die großen Gebiete, die die amerikanische Armee nach Ihrem Wegzug aus Darmstadt vor einigen Jahren hinterlassen hatte. Die Gebiete waren umzäunt, menschenleer und an einigen Stellen, begannen schon Pflanzen einen Teil der Infrastruktur zu überwuchern.

Doch dann, kam gefühlt alles ganz schnell. In der Lincoln Siedlung wurde abgerissen, gebaut und saniert. Bald nach den ersten Aktivitäten kamen auch schon die ersten Bewohner. Studenten und Familien fanden Wohnraum. Wohnprojekte, Vereine und Kirchengemeinden begannen sich für das neu Entstehende zu interessieren. Neues Leben entsteht auf den Konversionsflächen.

Auch die Andreasgemeinde war schon früh einer der Akteure, die sich um die Gestaltung der neuen Nachbarschaft mühte. Zusammen mit der Matthäusgemeinde bewarben sich die beiden Kirchengemeinden um das Projekt DRIN, das durch die Diakonie und die Evangelische Kirche in Hessen und Nassau, soziale Projekte fördert. Unser Projekt, “Kirche im Quartier – Nachbarschaft gestalten” soll den Prozess des Entstehens des neuen Wohngebiets auf Lincoln aktiv begleiten. Eines der wesentlichen Ziele dabei ist es, Ausgrenzung benachteiligter Gruppen zu verhindern und für ein gemeinsames Miteinander Sorge zu tragen. Dank der Förderung des DRIN-Projekts, kann ein(e) Sozialarbeiter(in) finanziert werden, als “Quartier-Manager“ zur Kooperation und Ansprechpartner für die Bedürfnisse der neuen Bewohner.

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Karin Böhmer, Margarete Reinel, Herbert Gunkel und Edda Haack

Am gestrigen Palmsonntag nun, war der offizielle Start für das Projekt von Andreas- und Matthäusgemeinde. Nach dem gut besuchten Gottesdienst, in dem das Gemeindemitglied Herbert Gunkel, unser Ansprechpartner für das DRIN-Projekt, in den Kirchenvorstand nachberufen wurde, konnte sich die Gemeinde über das Projekt informieren. Pfarrerin Margarete Reinel von der DRIN-Projektleitung, Edda Haack vom Diakonischen Werk Darmstadt-Dieburg und Herbert Gunkel berichteten über die Ziele, die Motivation und den Status unseres Projekts. Dabei wurde die sozialpolitische Aufgabe von Kirche und Diakonie betont, die diese Neugestaltung mit sich bringt. Die Offenheit unserer Gemeinde wurde hierbei gelobt und als gute Voraussetzung gewertet, die kommende Aufgabe auch bewältigen zu können. Die erfolgreiche Integration aller zugezogenen Bewohner, gleich welcher Herkunft, Religion oder sozialem Status, kann ein Modell für neu entstehende Nachbarschaft werden. Große Aufgaben, für eine der kleinsten Kirchengemeinden der Stadt. Sie wird durch den Zuzug und an ihren Aufgaben sicherlich wachsen können.

Ich persönlich mag Veränderungen und die Dynamik, die Neues mit sich bringt. Irgendwie aufregender als Stillstand und Stagnation. Doch oft liebe ich auch das Vertraute, die Ruhe im Innehalten und nicht zu vergessen, wo die Basis ist. Auch dies ist wohl, bei aller Neugestaltung, eine der wichtigen Aufgaben unseres Projekts.

Heiko Schock – Öffentlichkeitsarbeit der Andreasgemeinde Darmstadt

DRIN-Grafik: drin-projekt.ekhn.de
Foto: Heiko Schock

ChurchNight 2015: Luther meets Halloween

So begeneten sich Luther und Halloween

Einige Impressionen zu der Veranstaltung am 31.10.2015 in der evangelischen Paulusgemeinde.

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Und ob ich schon wanderte…
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…so wärmte ich mich erst mal auf.
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Hier war doch diese Stätte?
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Aber wer macht denn sowas?
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Ah, diese, dort im Hof!
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Reformation oder Halloween, …
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…wie war doch gleich die Frage?
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Ist das nicht schon angestaubt?
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Und bin ich jetzt schon reformiert?
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Also, zunächst einmal wird übersetzt…
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…moment mal, das dauert eben ein wenig!
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Siehst Du, doch ganz sympatische, die Idee!
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Doch hüte dich, vor der dunklen Seite der Macht!
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Die Dunkle Seite – die fürchte ich nicht mehr:
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Wenn dann nur das Feuer nicht ausgeht!

Fotos: Martin Lehmann